Berichterstattung über Notrufe in Niedersachsen

19. Mai 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Angesichts der aktuellen Berichterstattung zu vermeintlicher Notrufüberlastung bei der niedersächsischen
Polizei hier eine Pressenotiz des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport:
In der aktuellen Berichterstattung infolge der Beantwortung einer noch nicht veröffentlichten kleinen Anfrage wird der Eindruck erweckt, dass in Notfällen nicht ausreichend Personal für die Annahme von Notrufen bei der niedersächsischen Polizei vorhanden ist. Das entspricht nicht der aktuellen Situation.
In besonderen Lagen, etwa bei Großbränden, schweren Autounfällen auf der Autobahn oder auch bei Hochwasser, gehen typischerweise zeitgleich mehrere sog. „110-Notrufe“ bei den örtlich zuständigen Leitstellen der Polizei ein. Natürlich kommt es aufgrund der Häufung von Anrufen dann auch kurzzeitig zu Situationen, in denen nicht jeder Anruf sofort angenommen werden kann. Das ist in Niedersachsen allerdings die absolute Ausnahme.Die heute zu den Notrufen in Niedersachsen veröffentlichten Zahlen sind sehr pauschal dargestellt worden, auch regionale Aspekte der einzelnen Polizeidirektionen wurden dabei nicht berücksichtigt, sondern nur hochgerechnet.

In der Polizeidirektion Hannover beispielsweise beträgt die Reaktionszeit bei Eingang eines Notrufes im Durchschnitt lediglich sieben Sekunden. „Der Ursprung der Berichterstattung liegt in der Beantwortung einer kleinen Anfrage“, so der Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. Es handelt sich keinesfalls um ein „geheimes“ Papier, wir haben hier lediglich die Fragen aus dem Parlament beantwortet. Es ist selbstverständlich, dass kein Anruf ins Leere läuft, sondern dass jeder der Hilfe braucht, sie auch bekommt.
Denn nicht die Zahl der Anrufe ist entscheidend, sondern die der tatsächlichen Notlagen