Von 0 auf 100 – Innenminister auf Nachtstreife

16. Mai 2014 | Themenbereich: Polizei, Thüringen | Drucken

In der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag (15. Mai 2014) nahm Thüringens Innenminister Jörg Geibert an einer Nachtstreife des Inspektionsdienstes Nord in Erfurt teil. Er begleitete Polizeihauptmeister Dominique Löser und seinem Kollegen Polizeiobermeister Kay Bieser unter anderem bei einem Einsatz wegen nächtlicher Ruhestörung in einem Erfurter Neubaugebiet. Ebenso war er nach einem Notruf bei einer Blaulichtfahrt quer durch die Stadt dabei. „Es war unglaublich interessant, den Arbeitsalltag unserer Vollzugsbeamten einmal direkt mitzuerleben. Bei Alarmierung müssen die Kollegen ad-hoc von 0 auf 100 einsatzbereit sein“, erklärte Geibert nach Rückkehr auf die Dienststelle.

Auch ohne Notsituationen bedeutet eine Nachtschicht nach Einschätzung des Ministers eine hohe Belastung für die Polizisten. „Egal ob viel los ist oder nicht, die Beamten müssen immer hochkonzentriert sein und auch im Ernstfall einen klaren Kopf bewahren. Oft sind innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen zu treffen“, so Geibert.
Von den Abläufen auf Streife erfahre man auch als Innenminister meist nur in Gesprächen oder anhand von Statistiken und Akten. Eine Nachtstreife mitzuerleben sei daher eine spannende Sache. „Ich habe jedoch auch gemerkt, dass Unmengen an Routine erledigt werden müssen. Das erfordert eine hohe Motivation der Einsatzkräfte“, sagte Geibert.

Im Anschluss an die Streife ließ sich der Minister das Einsatzleitsystem erklären. Ebenso sprach er mit den Beamten über mögliche Umstrukturierungen und Verbesserungen bei der Einsatzplanung.