Einbruchszahlen gesunken, Aufklärungsquote gestiegen – kein Grund zur Entwarnung

16. Mai 2014 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Es ist als erfreulich zu werten, dass die Einbruchszahlen insgesamt gesunken und die Aufklärungsquote gestiegen ist. Das Konzept der konzentrierten Verfolgung der Täter durch kriminalpolizeiliche Ermittler und auch deren operativer Einsatz zeigt, dass Strafverfolgung und Prävention zum Erfolg führen können.

„Kriminalisten sind speziell dafür ausgebildet, Kriminalität zu bekämpfen, präventiv wie auch repressiv, aber man lässt uns nicht unsere Arbeit machen“ sagt der Landesvorsitzende Michael Böhl.

Die Personal- und Sachmitteleinsparungen führen zu Belastungen, die eine sachgerechte und professionelle Kriminalitätsbekämpfung nicht mehr zulassen. Lediglich die schwerpunktmäßige Bearbeitung wie hier bei den Einbrüchen oder der Rockerproblematik lässt erkennen, wie eine Bekämpfung möglich ist. Es zeigt aber auch auf dramatische Weise, wie sich eine Reduzierung von Personal und Ausstattung auswirken kann.

„Wie jetzt immer wieder schwerpunktmäßig Kriminalität bekämpft wird, sollte als Standard für alle Deliktsbereiche gelten, wenn man Kriminalitätsbekämpfung ernsthaft betreiben will“ so Böhl weiter.

Das bloße Streifen und Besetzen der möglichen Tatortbereiche mag durch die Präsenz der Uniformen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger steigern, schreckt aber die professionell arbeitenden Täter nicht ab, die einfach warten bis „die Luft wieder rein ist“.

Es ist nicht neu, dass die Täter organisiert und strukturiert vorgehen, sich vor Ort und durch Prozessakten weiterbilden und ihre Vorgehensweisen anpassen sowie ihr „Personal“ ausbilden. Sie werden also nicht nachlassen.

Während Täter investieren, ist die Politik am demontieren. Das muss Aufhören!

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