Gewerkschaften unverzichtbar für Erhalt von Demokratie und Sozialer Marktwirtschaft

12. Mai 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Unter Führung des GdP-Bundesvorsitzenden Oliver Malchow nimmt eine Delegation der Gewerkschaft der Polizei am 20. Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) unter dem Motto: „Arbeit – Gerechtigkeit – Solidarität. 20. Parlament der Arbeit.“ in Berlin teil. Der Kongress findet vom 11. bis 16. Mai im neu eröffneten Berliner City Cube statt.

Einer der Höhepunkte des Gewerkschaftstreffens ist die Wahl eines neuen DGB-Vorsitzenden. DGB-Chef Michael Sommer hatte sich nach zwölf Jahren an der Spitze des über sechs Millionen Beschäftigte vertretenden und aus acht Einzelgewerkschaften bestehenden DGB nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung gestellt. In der „Süddeutschen Zeitung“ hatte GdP-Chef Malchow Sommers Nachfolger Reiner Hoffmann als Menschen bezeichnet, der „weiß, wie man unterschiedliche Meinungen und Interessen moderiert“. Unterdessen wurde Hoffmann mit 93 Prozent der Stimmen der Delegierten des DGB-Bundeskongresses zum Nachfolger Sommers gewählt. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch der GdP-Bundesvorsitzende.

Zur Eröffung des DGB-Bundeskongresses hatte Bundespräsident Joachim Gauck gegenüber den 400 Delegierten freie und starke Gewerkschaften als unverzichtbar für den Erhalt von Demokratie und Sozialer Marktwirtschaft bezeichnet. Das beharrliche Eintreten der Gewerkschaften für Arbeitnehmerrechte, Mitbestimmung, Tarifautonomie und Sozialpartnerschaft seien wesentliche Stärken des erfolgreichen deutschen Wirtschaftsmodells.

Beruhigen konnte den Bundespräsidenten der scheidende DGB-Vorsitzende MIchael Sommer. Er sagte: „Wir sind quicklebendig“. Die deutschen Gewerkschaften und ihr Bund seien stark und einflussreich, „wir sind ein geachteter und beachteter Teil unserer Gesellschaft“. Dies sei nicht immer so gewesen, oft sei den Gewerkschaften und dem DGB „das Totenglöckchen geläutet“ worden.

Sommer sprach von Erfolgen der Vergangenheit und Gegenwart, erinnerte aber auch an die schwierigen Auseinandersetzungen um die Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik in den achtziger und neunziger Jahren sowie im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts. Heute könnten die Gewerkschaften aber wieder optimistisch in die Zukunft schauen.

Jetzt sei es gelungen, sagte Sommer, erste konkrete und positive Schritte in Richtung einer neuen Ordnung der Arbeit zu gehen. Die Einführung des Mindestlohns von 8,50 Euro sowie die Abmilderung der schlimmsten Verwerfungen der Rente mit 67 seien Erfolge des DGB und der Gewerkschaften: „Das, was jetzt auf der Tagesordnung der Großen Koalition steht, nämlich das sogenannte Renten- und Tarifpaket, wäre ohne uns nicht gekommen.“

 

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