Neuer BMI-Abteilungsleiter KM trifft Spitzen der Hilfsorganisationen

9. Mai 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Sie kamen am 6. Mai 2014 zu einem Fachgespräch zusammen. Gegenstand waren aktuelle Themen wie die Rolle privater Unternehmen im Rettungsdienst, Fragen der Freistellung durch Arbeitgeber und der Helfergewinnung.

Die Hilfsorganisationen sind wichtige Partner des Bundes im Bevölkerungsschutz. Das Hilfeleistungssystem in Deutschland stützt sich auf das ehrenamtliche Engagement von insgesamt rund 1,7 Millionen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Diese engagieren sich beim Technischen Hilfswerk, in Freiwilligen Feuerwehren oder in einer der fünf großen Hilfsorganisationen, die im Bevölkerungsschutz mitwirken. Das sind der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst. Sie engagieren sich auch in freiwilligen Einheiten der unteren Katastrophenschutzbehörden, den sogenannten Regieeinheiten. Diese waren bei dem Gespräch durch ihren Dachverband ARKAT repräsentiert. Auch der Deutsche Feuerwehrverband war zu Gast, obschon Themen aus dem Sanitätsbereich im Vordergrund standen.

Bereits am 26. Februar 2014 hatte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière persönlich einen ähnlichen Kreis zu einem Auftaktgespräch im Bundesministerium des Innern empfangen. Das damalige Gespräch fand nun auf Arbeitsebene seine Fortsetzung.

Eine besondere Würdigung erfuhr zu Beginn des Termins das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Im Jahr 2004 wurde es als organisatorische Antwort auf die Terroranschläge 2001 und die Sommerhochwasser 2002 errichtet. Inzwischen ist das BBK eine unverzichtbare Institution im nationalen Bevölkerungsschutz.

Mit dem beim BBK eingerichteten Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) werden die Länder in Großschadenslagen beim Informations- und Ressourcenmanagement unterstützt, so zuletzt beim Hochwasser 2013. An der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des BBK wurden in 10 Jahren rund 90.000 Seminarteilnehmer aus- und fortgebildet. Ein Schwerpunkt war die Ausbildung von Krisen- und Verwaltungsstäben. Außerdem organisiert das BBK die Übungsreihe LÜKEX (Länder-übergreifende Krisenmanagement-Exercise). In regelmäßigen Abständen trainieren Bund, Länder und Kommunen hierbei das Zusammenwirken im Ereignisfall an aktuellen Szenarien wie zuletzt in 2013 an einer außergewöhnlichen biologischen Bedrohungs- und Schadenslage.
Weitere Aufgaben des BBK sind die Unterstützung der Länder mit ergänzender Ausstattung, der Betrieb eines bundesweiten Warnsystems und die Förderung des Ehrenamtes als Grundlage des Zivil- und Katastrophenschutzes.

Deshalb steht auch das BBK in regelmäßigem Austausch mit den Vertretern des Ehrenamtes. Gemeinsam mit dem neuen Abteilungsleiter im Ministerium schnitt der Präsident des BBK zum Jubiläum für die Partner im Bevölkerungsschutz eine Geburtstagstorte an. Mit einer Würdigung der umfangreichen Aktivitäten im Bevölkerungsschutz verabschiedete sich der scheidende Abteilungsleiter Norbert Seitz von allen Anwesenden.