Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Bayerns Gesetzesvorstoß für mehr Opferschutz

8. Mai 2014 | Themenbereich: Justiz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

„Die gravierende Lücke des strafrechtlichen Schutzes der Persönlichkeit von Minderjährigen muss nun endlich geschlossen werden. Der Gesetzesvorstoß aus Bayern ist eine sehr gute Grundlage. Aus diesem Grund unterstütze ich die Initiative“, sagte Justizministerin Kuder. Sie kritisierte den Beschluss des Rechtsausschusses des Bundesrates, den Vorstoß Bayerns nicht anzunehmen und das Thema weiter auf die lange Bank zu schieben.

„Wir sollten ernsthaft ein Zeichen für den Opferschutz von Kindern setzen. Je früher das Verbot für die Herstellung und Verbreitung von Nacktaufnahmen von Minderjährigen erweitert wird, desto mehr Kinder werden geschützt. Die heute im Strafgesetzbuch geregelten Verbote beziehen sich ausschließlich auf pornografische Darstellungen mit Kindern und Jugendlichen. Die Aufdeckungen der jüngsten Vergangenheit haben den dringenden Handlungsbedarf untermauert“, so Ministerin Kuder.

„Kinder müssen nachhaltig davor geschützt werden, dass sie öffentlich in ihrer Nacktheit zur Schau gestellt werden könnten. Die Gefahren, dass die Intimsphäre auch Jahre später im Internet verletzt wird und dass ein Kind durch scheinbar harmloses Posen als sexuelles Objekt missbraucht werden könnte, sind beim unaufhaltsamen Fortschritt der Technik sehr groß. Ein virtueller Marktplatz, auf dem Nacktbilder von Kindern gehandelt werden, muss schnell unterbunden werden“, sagte Justizministerin Kuder.