Innenminister besucht Spezialeinheiten der Thüringer Polizei

6. Mai 2014 | Themenbereich: Polizei, Thüringen | Drucken

Thüringens Innenminister Jörg Geibert besucht in den nächsten Wochen verschiedene Spezialeinheiten der Thüringer Polizei. Den Auftakt machte am Montag (5. Mai 2014) eine Übung und Technikschau der Tauchergruppe am Alperstedter See bei Erfurt. Demonstriert wurde die Bergung eines Fahrzeuges aus einem Gewässer mittels Hebekissen und Unimog. Zugleich präsentierten die Beamten ihre persönliche Ausstattung sowie besondere Einsatzmittel wie den Unterwasserroboter.

Mit den Besuchen macht sich der Minister ein Bild von der Einsatzbereitschaft und Verwendungsbreite der Spezialeinheiten. Neben den presseöffentlichen Übungen und Präsentationen lädt Geibert die Beamten zu einem internen Erfahrungsaustausch ein.

Die Tauchergruppe ist Bestandteil der Bereitschaftspolizei Thüringen und gehört der dortigen Technischen Gruppe an. Sie setzt sich aus einem Tauchergruppenführer und sieben weiteren Einsatztauchern zusammen. Ihr Erfurter Standort ist durch seine verkehrsgünstige Lage ideal, um mit schwerem Gerät (Taucherbasiskraftwagen (TauchKW) mit Mehrzweckboot, LKW mit Gitteranhänger, Unimog) schnellstmöglich in ganz Thüringen einsatzbereit zu sein.

Im Jahr 1992 erhielten die ersten drei Thüringer Taucher ihre Ausbildung beim damaligen Bundesgrenzschutz in Lübeck. Diese wurden in der weiteren Folge mit dem Aufbau einer Tauchergruppe beauftragt. Von 1992 bis 2013 haben insgesamt 19 Polizeibeamte die Spezialausbildung „Polizeitaucher“ absolviert. Die Voraussetzung für die Qualifizierung zum Taucher ist das Bestehen der Ausbildung zu einer „Allgemeinen Technischen Fachkraft“. Aber auch das Ausleuchten von Verkehrskontrollen, das Arbeiten mit dem Unimog und Booten sowie der Umgang mit den vielen einzelnen technischen Geräten gehört zu seiner täglichen Arbeit. Jeder Beamte der Technischen Gruppe ist Inhaber eines LKW- und Bootsführerscheins sowie eines Motorkettensägenscheins und hat weitere spezielle Berechtigungen, die das Arbeiten mit den technischen Geräten zulässt.

„Die Arbeit in der Technischen Gruppe fordert von jedem einzelnen Beamten ein hohes Maß an Professionalität, Bereitschaft und körperlichem Einsatz“, so Minister Geibert.

Die Anzahl der Einsätze der gesamten Technischen Gruppe steigt ständig. 2011 verzeichnet die Statistik noch 88 Einsätze, im Jahr 2013 waren es bereits 146. Hierunter zählen auch die Taucheinsätze (2011: 5, 2012: 10, 2013: 12).

„Die erfolgreichen Einsätze der Tauchergruppe sind sowohl auf eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Gruppenteilen als auch auf die fachgemäße Handhabung der speziellen und sensiblen Technik zurückzuführen“, stellte Geibert bei der Technikschau vor Ort fest.

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