BBK unterstützt den deutschen „Heimatflughafen“ bei Sicherheitsfragen

6. Mai 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Der Flughafen von Porto Seguro wird während der WM in Brasilien der Heimatflughafen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sein. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat gemeinsam mit Fachleuten von Berufsfeuerwehren aus Deutschland vor Ort Workshops durchgeführt, um die Sicherheitsstandards zu erhöhen und die zuständigen Behörden auf mögliche Unfälle auf dem Flughafen selbst oder im angrenzenden Meer vorzubereiten.

Der Flughafen von Porto Seguro wird während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien der „Heimatflughafen“ der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sein. Auf Bitte der dortigen Behörden und durch Vermittlung der deutschen Honorarkonsulin in Salvador Dr. Petra Schaeber hat das BBK gemeinsam mit Fachleuten von Berufsfeuerwehren aus Dortmund, Hannover und Gelsenkirchen einen( Ausbildungs-) Workshop zur Vorbereitung auf mögliche Unfälle auf dem Flughafen und anderen Katastrophen durchgeführt.

Die Workshops wurden mit Vertretern der Stadt Porto Seguro, der Feuerwehr, des Zivilschutzes, des Rettungsdienstes, der Polizeien und des Flughafens durchgeführt. Ziel war, Möglichkeiten zur Verbesserung des Krisenmanagements im Falle eines „Luftnotfalls“ auf dem Flughafen selbst bzw. im angrenzenden Meer zu erarbeiten. Dazu gehörten etwa die Notfallplanung zur Vorbereitung auf ein Schadensereignis, aber auch Themen der Wasserrettung, der Krisenkommunikation, die Einrichtung einer Personenauskunftsstelle, die psychosoziale Betreuung sowie die Medien- und Pressearbeit vor dem Hintergrund internationaler Betroffenheit. Besonderes Ziel der deutschen Experten war es, auf Grund der eigenen Erfahrungen zur Vorbereitung der WM 2006 zu verdeutlichen, dass ein solches Großschadensereignis nur durch eine frühzeitige gemeinsame Vorgehensweise bewältigt werden kann.

„Die potentielle Betroffenheit deutscher Fans, von Medienvertretern und der deutschen Mannschaft selbst war für uns ein Motiv, sehr kurzfristig und zusätzlich zu unserem bisherigen Engagement dieses Projekt in Porto Seguro durchzuführen“ erklärte der Präsident des BBK, Christoph Unger, „Viel wichtiger ist aber, dass wir mit unserem Wissen und unseren Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz weltweit wirksam Hilfe leisten können.“

Der Workshop fand in Brasilien große politische und mediale Aufmerksamkeit. Der Flughafen von Porto Seguro gehört mit 1,2 Mio. Fluggästen zu den kleineren in Brasilien und wird erst seit einigen Jahren international angeflogen. Nach eigenem Bekunden sind die Feuerwehr und der Rettungsdienst zumindest derzeit personell und materiell noch nicht optimal aufgestellt.

In weiteren Gesprächen mit Vertretern der Stadt Porto Seguro, u. a. mit der Bürgermeisterin Claudia Oliveira und dem Leiter des Zivilschutzes Col Sotivi Toni wurden weitere Kooperationsfelder erörtert, z. B. die „Krankenhausalarmplanung“. Auch hier sind Optimierungsmöglichkeiten erkennbar, wie auch die Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern in sieben der 12 WM-Städte in den letzten Monaten gezeigt hat.

Finanziert wurde die Maßnahme aus Mitteln des „Host City Programms“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global gGmbH, einer Einrichtung, die zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gehört.

Das BBK und die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren, die die Fachleute entsandte, arbeiten bereits seit zwei Jahren erfolgreich beim Brasilienprojekt zusammen. Nach zwei Workshops in 2012, die an der zum BBK gehörigen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler und in Berlin stattfanden, wurden danach die Workshops in verschiedene WM-Austragungsstädte verlegt. Neben zentralen Workshops zu verschiedensten Themen der Gefahrenabwehr wurden auch Schwerpunkt-Veranstaltungen durchgeführt.

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