Straftätern keine Deckung bieten

30. April 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Angesichts zahlreicher Veranstaltungen und Demonstrationen rund um die Walpurgisnacht und den 1. Mai hat der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, den Tausenden bundesweit eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten einen guten und vor allem sicheren Einsatz gewünscht. Leider, so Malchow, sei es auch in diesem Jahr nicht ausgeschlossen, dass es zu Ausschreitungen gewaltbereiter Personen oder Gruppen kommen könne. Der GdP-Chef sagte am Mittwoch in Berlin: „Die Polizei ist gut vorbereitet und wird ihre Aufgabe, friedliche Versammlungen, Kundgebungen und Aufzüge zu gewährleisten und zu schützen, gewissenhaft und mit Augenmaß erfüllen. Sollte es zu Krawallen kommen, werden meine Kolleginnen und Kollegen konsequent eingreifen. Ich appelliere daher an alle friedlichen Demonstrantinnen und Demonstranten, Gewalttätern keine Deckung zu bieten.“
Einsatzschwerpunkte der Polizei sind nach bisherigen Informationen der Sicherheitsbehörden Veranstaltungen rechter Parteien und Gruppierungen unter anderem in Dortmund, Duisburg, Rostock und Plauen. Linke Bündnisse haben in vielen deutschen Städten zu Aufzügen aufgerufen. In Berlin und Hamburg werden die meisten Teilnehmer bei sogenannten Revolutionäre-1.-Mai-Demonstrationen erwartet.

Allein in der Bundeshauptstadt werden rund 7.000 Polizistinnen und Polizisten an beiden Tagen im Einsatz sein. Darunter befinden sich etwa 2.500 Einsatzkräfte der Bundespolizei sowie Unterstützungseinheiten aus mehreren Bundesländern. Malchow: „Gemeinsam mit meiner Kollegin Kerstin Philipp, der Berliner GdP-Vorsitzenden, werde ich mich am 1. Mai vor Ort über die Sicherheitslage und die Einsatzbedingungen unserer Kolleginnen und Kollegen informieren.“