Grenzüberschreitende Hilfe bei Katastrophen

30. April 2014 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Nordrhein Westfalen | Drucken

Hochwasser, große Brände, Zugunfälle, Orkane und weitere Katastrophen: „Hier spielt es keine Rolle, aus welchem Land die Hilfe kommt. Wichtig ist, dass sie schnell und unbürokratisch kommt“, erklärte NRW-Innenminister Ralf
Jäger heute in Enschede. Gemeinsam mit dem niederländischen Minister für Sicherheit und Justiz, Ivo Opstelten, unterzeichnete der NRW-Innenminister dort eine Vereinbarung zur grenzüberschreitenden Kooperation in Katastrophenfällen.
Kurze Kommunikations- und Anforderungswege für den Krisenfall sind jetzt verbindlich festgelegt. „Wir wollen uns gegenseitig effektiv und unkompliziert unterstützen. Katastrophen können wir nur Hand in Hand und in nachbarschaftlichem Miteinander bewältigen“, betonte Jäger.
Die Minister sind sich einig: Katastrophenschutz muss über die Landesgrenzen hinweg funktionieren und zielgerichtet vernetzt sein. „Diese Vereinbarung ist weniger ein Startsignal als vielmehr ein Impuls, der die ohnehin bereits
täglich gelebte Kooperation ausbauen, konkreter fassen und sie damit nachhaltig verstärken soll. Damit sorgen wir über Grenzen hinweg für mehr Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Jäger. Auch die gemeinsame Präventionsarbeit soll weiter intensiviert werden. „Wir tauschen wertvolle Informationen aus und entwickeln im Vorfeld gemeinsame Strategien. Damit wollen wir zukünftig noch besser für einen möglichen Katastrophenfall vorbereitet sein. Wir verpflichten uns zur gegenseitigen Hilfe, um Gefahren zu bekämpfen“, erläuterte der Innenminister.
Gleichzeitig dankte er all denjenigen, die im Katastrophenschutz, im Rettungsdienst und im Feuerschutz ihren Dienst leisten: „Alle unsere Abkommen wären nicht viel wert ohne die Menschen, die die Unterstützung tatsächlich
leisten“, unterstrich der Minister.

Seit 1988 gibt es ein Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden. Dieses wird mit der Vereinbarung zwischen den Niederlanden und NRW konkretisiert. Die Zusammenarbeit auf regionaler Ebene ist seitdem erweitert und intensiviert worden. Feuerwehren und Rettungsdienste unterstützen sich über die gemeinsame Grenze hinweg. Das gehört zum gelebten Alltag. Jäger: „Wer am schnellsten am Einsatzort ist, hilft. Die Grenze spielt dabei keine Rolle. Und das hat sich bewährt.“