Deutsch­land und Nie­der­lan­de wol­len die po­li­zei­li­che Zusammenarbeit in­ten­si­vie­ren

29. April 2014 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière empfängt den niederländischen Minister für Sicherheit und Justiz Ivo Opstelten.

Insbesondere bei der Bekämpfung des grenzüberschreitenden Drogenhandels und von mobilen Banden werden Deutschland und die Niederlande intensiver kooperieren. Dies vereinbarten die beiden Minister im Rahmen ihres Treffens in Berlin.

Dem Kampf gegen den Drogenhandel im Grenzgebiet kommt entscheidende Bedeutung zu, da etwa 80 Prozent des in den Niederlanden angebauten Hanfs ins Ausland exportiert werden. Vor diesem Hintergrund sind de Maizière und Opstelten bestrebt, die Zahl der Joint Investigation Teams weiter zu erhöhen. Auch die Entsendung von deutschen Polizisten in die Niederlande wird in Betracht gezogen.

Mobile Banden verüben sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden Seriendiebstähle und -wohnungseinbrüche. Angesichts des grenzüberschreitenden Charakters dieser Straftaten bedarf es eines gemeinsamen Vorgehens der beiden Länder. Die Minister vereinbarten daher eine Verbesserung des Informationsaustauschs in diesem Bereich, unter anderem über die Vertretungen beider Länder bei Europol. Angestrebt wird auch eine Verstärkung der grenzüberschreitenden Kontrollen in den Wintermonaten, da in dieser Zeit die meisten Einbrüche und Überfälle verübt werden.

Zur Konkretisierung der Vereinbarungen wurde eine deutsch-niederländische Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich speziell mit der Bekämpfung des grenzüberschreitenden Drogenhandels und mobilen Banden befasst.

Ivo Willem Opstelten ist seit dem 14. Oktober 2010 Minister für Sicherheit und Justiz der Niederlande, seit dem 5. November 2012 im Kabinett Rutte/Asscher.

Zuvor bekleidete er u.a. das Amt des Bürgermeisters in mehreren niederländischen Städten.

Opstelten wurde am 31. Januar 1944 in Rotterdam geboren. Er absolvierte ein Jurastudium an der Universität Leiden.

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