Fußballchaoten haben sich erneut ins Abseits gestellt

28. April 2014 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Innen- und Sportminister Lorenz Caffier verurteilt die Ausschreitungen und Angriffe auf die Polizei bei der
gestrigen Drittligabegegnung des FC Hansa Rostock und RB Leipzig auf
das Schärfste.

´Die Fußballchaoten, die gestern blindwütig und vorsätzlich die Gästefans mit Farbeiern und Steinen bewarfen und anschließend massiv Angriffe auf Polizeibeamte verübten, haben nicht nur sich erneut ins Abseits gestellt, sondern auch dem Verein und der Stadt einen großen Imageschaden zugefügt´, erklärt Innenminister Caffier. ´Es ist wichtig, dass Verein, Polizei und Gesellschaft gemeinsam gegen die anhaltende Gewalt reagieren. Die Krawallmacher verstehen sich als Fans des FC Hansa Rostock. Tatsächlich sind aber nur Eines: Straftäter die, mit aller Härte zur Verantwortung gezogen werden müssen!´

 

Die Vereinsführung des FC Hansa Rostock hatte sich unmittelbar nach dem Spiel in der Öffentlichkeit klar und eindeutig von den Straftätern distanziert und erklärt, die Polizei bei der Identifizierung der gewalttätigen Personen zu unterstützen, um diese für künftige Spiele auszuschließen. Bei den Ausschreitungen sind nach gegenwärtigem Kenntnisstand mehrere Personen zum Teil erheblich verletzt worden. Darunter auch dreißig verletzte Polizeibeamte, von denen über die Hälfte (17 PVB) durch Wurfgeschosse verletzt wurden. Die Täter nutzten hierzu Steine, aber auch herausgerissene Sanitäranlagen.

´Es ist eine Grenze überschritten und ich bin nicht bereit, das zu tolerieren´, sagt Polizeiminister Caffier. ´Derartige Angriffe zielen auf das Herz unseres demokratischen Gemeinwesens und spiegeln die zunehmende Respektlosigkeit gegenüber staatlichen Amtsträgern wieder. Die Planung und Durchführung der gewalttätigen Aktionen sind sehr
besorgniserregend. Sie nehmen mittlerweile vergleichbare Formen organisierter Kriminalität an und die Justiz ist hier in der Pflicht die Bestrafung der Täter auch so zu bemessen.´

Caffier weiter: ´Die Polizei hat den gesetzlichen Auftrag die Einhaltung von Recht und Gesetz zu gewährleisten und Straftaten konsequent zu verfolgen. Es kann aber nicht sein, dass Woche für Woche die Polizei sehr viel Personal einsetzen und in die Stadien muss, um eigentliche Ordnertätigkeit durchzuführen, wegen einiger Chaoten, die den friedlichen Fans das Fußballerlebnis verderben. Es müssen gemeinsam mit dem FC Hansa Rostock nun dringend Wege gefunden werden, wie wir Gewalt im Stadion verhindern können. Die Süd-Tribüne wieder zu schließen oder die ein oder andere Begegnung als Geisterspiel durchführen zu lassen, halte ich hier als letztes Mittel nicht für ausgeschlossen. Die gemeinsame Devise muss ganz klar lauten: Für Fußballchaoten sind Stadien für immer verboten!´

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