Beratungsstelle „Vera“ hilft, wenn das „Ja“ erzwungen werden soll

28. April 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen-Anhalt | Drucken

Junge Frauen, die von Zwangsverheiratung bedroht oder betroffen sind, und Opfer von Menschenhandel finden in Sachsen-Anhalt beim Team von „Vera“ Hilfe. Die Fachstelle arbeitet unter dem Dach des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. und wird vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung gefördert. Sachsen-Anhalts Ministerin für Justiz und Gleichstellung Professor Angela Kolb übergab heute den Förderbescheid über 90.000 Euro für 2014. Kolb sagte, bei „Vera“ werde gute und wichtige Arbeit geleistet. „Die betroffenen Frauen sind in existentieller Not. Sie müssen wissen, wohin sie sich wenden können.“

„Vera“ bietet in einem geschützten Raum und auch telefonisch Beistand und Unterstützung. Daneben steht die Sensibilisierung der Öffentlichkeit im Zentrum der Arbeit. Der Beraterinnen setzen sich für Frauen ein, die oft Gewalt befürchten müssen. Sie engagieren sich gegen Eingriffe in die Menschenwürde, in das Recht auf Selbstbestimmung und auf persönliche Freiheit.

Die Fachstelle ist die einzige in Sachsen-Anhalt, die speziell von Menschenhandel und Zwangsverheiratung betroffenen Frauen zur Seite steht. Über Unterstützung und Schutz hinaus helfen die Sozialpädagoginnen bei sozial- und aufenthaltsrechtlichen Fragen. Wenn Frauen den Mut aufbringen und im Gerichtsverfahren gegen ihre Peiniger aussagen, übernimmt „Vera“ die Begleitung der Zeuginnen bis zur Beendigung des Strafverfahrens.

„Vera“ unterstützt betroffene Frauen auf Wunsch auch bei der Zusammenarbeit mit Ausländerbehörden, der Polizei und der Justiz sowie mit Rechtsanwältinnen, mit Gesundheits- und Sozialämtern und mit Psychologinnen. Zugleich können Kontakte in das jeweilige Heimatland der Frauen geknüpft werden.

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