Vereidigungsfeier der Bayerischen Polizei

26. April 2014 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

1.244 junge Anwärterinnen und Anwärter für den bayerischen Polizeivollzugsdienst haben heute in Nürnberg feierlich ihren Amtseid abgelegt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte bei der Feier, die bereits zum fünften Mal in der Frankenhalle stattfand: „Der Polizeiberuf ist kein Beruf wie jeder andere. Er ist Dienst vom Menschen am Menschen. Der Schutz und die Hilfe für die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, der Beistand für die Opfer und die Sorge um Gerechtigkeit müssten für Sie stets im Vordergrund stehen.“ Die 294 Frauen und 950 Männer, die ihren Dienst an sieben Ausbildungsstandorten bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei angetreten haben, fänden eine gute Erfolgsbilanz im Dienstleistungsunternehmen der Bayerischen Polizei mit mehr als 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor: Eine hervorragende objektive Sicherheitslage mit der niedrigsten Kriminalitätsbelastung und einer besonders hohen Aufklärungsquote im bundesweiten Vergleich. Ein gutes subjektives Sicherheitsgefühl aller Menschen, die sich in Bayern aufhalten und schließlich ein hohes Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihre Polizei. Herrmann: „Bürgernähe ist der Schlüssel zum Erfolg. Sie fördert die Akzeptanz für die Maßnahmen unserer Polizei.“

Herrmann sagte den jungen Polizistinnen und Polizisten, sie könnten versichert sein, dass sie in Bayern auf den politischen und gesellschaftlichen Rückhalt für ihre anspruchsvolle Aufgabe vertrauen können. Dies zeige sich auch in der nachhaltigen Personalpolitik. „Während in anderen Bundesländern Personal abgebaut wird, haben wir in den Haushaltsjahren 2009 bis 2013 insgesamt mehr als 2.000 dauerhafte neue Stellen geschaffen. Auf dieser Grundlage konnten wir in den letzten fünf Jahren rund 6.500 Vollzugsbeamte neu einstellen – deutlich mehr als in den Ruhestand gegangen sind. Heuer können wir mehr als 1.200 Nachwuchskräfte einstellen. Damit haben wir den höchsten Personalstand aller Zeiten erreicht.“

Herrmann betonte, dass man weiterhin bis zum Jahr 2020 hohe Ruhestandsabgänge und die steigende Aufgabenvielfalt im Auge behalten müsse. Um auch in Zukunft potenzielle Nachwuchsbeamte für die Polizei begeistern zu können, starte der Freistaat deshalb eine Werbeoffensive 2020. Der Minister zeigte sich zuversichtlich, weiterhin viele Bewerberinnen und Bewerber für die Polizei begeistern zu können. Und das trotz der demografisch bedingten geringeren Schülerabgangszahlen und der starken Konkurrenz mit der freien Wirtschaft. „Der Polizeiberuf ist nach wie vor für junge Menschen sehr attraktiv. Wir geben unseren Polizisten einen sicheren Arbeitsplatz.“

Außerdem stimmten bei der Polizei in Bayern auch Anerkennung und Motivation: „Deshalb haben wir in der letzten Legislaturperiode bei der Bayrischen Polizei 4.800 Stellen angehoben. 2009 bis 2012 waren dadurch insgesamt 20.000 Beförderungen möglich.“

Auf die jungen Polizistinnen und Polizisten warte ein spannender und abwechslungsreicher Alltag. Hier sei kein Tag wie der andere. Der Polizeiberuf biete viele Möglichkeiten vom regulären Streifendienst bei einer Polizeiinspektion über die Arbeit bei der Verkehrspolizei bis hin zu den Hunde- oder Reiterstaffeln, ganz zu schweigen von unseren geschlossenen Einheiten und Fachdienststellen der Kriminalpolizei oder den Ausbildern bei der Bereitschaftspolizei. Darüber hinaus seien die Karrierechancen bei der Bayerischen Polizei sehr gut. Allerdings, so Herrmann, wenn er junge Polizisten frage, warum sie zur Polizei gegangen sind, höre er meist: „Weil ich für andere Menschen da sein will, wenn sie in Not sind“ oder weil sie helfen und etwas Sinnvolles für unsere Gesellschaft tun wollen. Herrmann abschließend: „Bei Ihnen brennt das Feuer des Idealismus sehr hell. Tragen Sie es in Ihre künftigen Dienststellen und lassen Sie es niemals erlöschen, selbst wenn der harte Polizeialltag dieses Feuer manchmal zu ersticken droht.“

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