Bildungsangebote für Gefangene sind ein wichtiger Resozialisierungsfaktor

23. April 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Strafvollzug | Drucken

Helmuth Markov: „Schulische und berufliche Bildungsangebote im Vollzug sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass es Gefangenen nach ihrer Haftentlassung gelingt Arbeit zu finden und die Erfordernisse des Alltags zu bewältigen um darüber gesellschaftlichen Halt und Anerkennung zu erwerben. Deshalb haben Bildungsangebote im Justizvollzug als Behandlungsangebot bei der Unterstützung von Resozialisierungsprozessen eine besondere Bedeutung. Die bfw ist ein gutes Beispiel für die berufliche Bildungsarbeit im Brandenburger Vollzug.“

Die Berufsfortbildungswerk GmbH (bfw) ist seit 1993 im Brandenburger Vollzug tätig. Anlässlich der 20jährigen Arbeit in Brandenburg dankte Justizminister Helmuth Markov heute dem engagierten und qualifizierten Ausbildungspersonal für deren sicher nicht immer leichte Arbeit hinter Gittern und zeigte sich sehr zufrieden, dass auch zahlreiche Gefangene die ihnen gebotene Chance, sich beruflich zu qualifizieren, nutzen.

Die bfw ist seit 20 Jahren in den Justizvollzugsanstalten zahlreicher Bundesländer mit Ausbildungsangeboten vertreten. Im Justizvollzug des Landes Brandenburg gehört die bfw zu den Maßnahmenträgern der „ersten Stunde“ und hat wesentlich dazu beigetragen, dass vollzugliche Ausbildungsangebote entwickelt werden konnten, die die Bedingungen des Justizvollzuges und die Bedürfnisse der dortigen Zielgruppen in besonderem Maße berücksichtigen. Die beruflichen Bildungs-angebote sind modularisiert. Das ermöglicht auch den Erwerb von Teilqualifikationen, um unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen und Haftlängen Rechnung tragen zu können. Da es sich bei den Gefangenen in der Regel um lern- und leistungsungeübte Menschen handelt, werden die beruflichen Bildungsangebote durch Stützunterricht und sozialpädagogische Betreuung flankiert.