Größte Basisbeteiligung aller Zeiten! – Wichtige Fragen aber noch offen!

14. April 2014 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Das Projekt Neue Uniform für Bayerns Polizei ist auf einem sehr guten Weg. Jürgen Köhnlein, das für die Einführung neuer Polizeiuniformen zuständige Landesvorstandsmitglied der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), begrüßt die breite Basisbeteiligung bei der Entwicklung einer neuen Uniform für Bayerns Polizei, erwartet aber schnelle Entscheidungen zu weiteren wichtigen Fragen.

Innenminister Herrmann hat der Projektgruppe Neue Uniform einen weiten Spielraum einräumt und dadurch die größte Basisbeteiligung aller Zeiten ermöglicht. Mit den überaus engagierten und höchst motivierten Teilnehmern aus den Projektgruppen sind bislang weit mehr als 1.300 Polizeibedienstete mit den Vorbereitungen zur Einführung der neuen Uniform beschäftigt. Bei keinem anderen Projekt der Polizei in Bayern wurden so viele Kolleginnen und Kollegen mit einbezogen. Die DPolG dankt dem Minister für die Umsetzung ihrer Forderung, die für die Akzeptanz der neuen Uniform immens wichtig ist. „Natürlich können wir uns eine solche Beteiligung auch bei anderen Vorhaben vorstellen“, so Köhnlein.

Allerdings dürfen nach Ansicht der DPolG einige wichtige Entscheidungen nicht weiter verschoben werden:

 Farbentscheidung jetzt!

Das Innenministerium will die Farbe erst im Frühjahr 2015 entscheiden. „Im Herbst 2014 muss diese Entscheidung stehen!“, fordert die DPolG. Schon wegen den anstehenden Vertragsverlängerungen mit Herstellern grüner Uniformteile muss das „Farben-Roulette“ endlich ein Ende haben“, so Jürgen Köhnlein.

Nicht ohne Grund haben sich so viele Polizisten klar für die nun im Trageversuch zu testenden Uniformen ausgesprochen. Neben einer besseren Funktionalität war ihnen ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild wichtig. „Es kann doch niemand ernsthaft glauben, dass nach dem Trageversuch die blaue Uniform in beige-grün eingefärbt wird“.

Konzept für langfristige Versorgung

Auch die langfristige Versorgung mit Uniformteilen muss jetzt diskutiert werden. Die DPolG fordert ein landeseigenes Logistikzentrum, hierzu müssen umgehend die notwendigen Schritte wie eine Wirtschaftlichkeitsberechnung auf den Weg gebracht werden. Auch die Wiedereinführung eines Dienstkleidungskontos ist zwingende Voraussetzung für eine vernünftige Uniformversorgung in der Zukunft.

 Finanzierung

Im bevorstehenden Doppelhaushalt 2015/2016 müssen entsprechende Mittel eingestellt werden. Insbesondere geht es der DPolG um die Klärung der Frage, welcher Anteil an den Kosten auf den Freistaat und welcher auf die Polizistinnen und Polzisten entfällt.

 

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