Berufsbild Kriminalpolizei

14. April 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Dem BDK hat es zu keiner Zeit gereicht, „nur“ eine Gewerkschaft zu sein, die sich auf die Durchsetzung pekuniärer Forderungen beschränkt. Der BDK will ebenso die Kriminalpolitik aktiv gestalten und damit die Kriminalitätsbekämpfung und das Arbeitsumfeld der Kriminalistinnen und Kriminalisten, Beamte wie Tarifbeschäftigte, verbessern. Wir haben die Experten in unseren Reihen, die wissen, welche Defizite bestehen. Diese werden von uns beim Namen genannt. Wir legen die Finger in die Wunden – gestern, heute und auch zukünftig.

Unter anderem durch eine beschämende Gesamtaufklärungsquote sowie durch das aufgezeigte streckenweise Versagen der Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit den NSU-Morden ist erneut deutlich geworden, wo das vom BDK seit Jahren bemängelte Grundproblem der Polizei in Deutschland liegt: In defizitären Strukturen, fehlerhaften Einstellungsverfahren und einer optimierungsbedürftigen Aus- und Fortbildung, sowohl für den gehobenen als auch für den höheren Dienst!

Für den BDK ist es an der Zeit, das Berufsbild der Kriminalpolizei in den besonderen politischen Fokus zu rücken. Die aktuellen und künftigen Anforderungen dieses Berufs, seine besonderen Herausforderungen und das damit einhergehende Profil müssen beschrieben und die Rahmenbedingungen erörtert werden, unter denen dieses Berufsbild „gelebte Praxis“ werden kann! Dazu haben wir die wesentlichen Faktoren und Erkenntnisse zusammengefasst und die Broschüre „Berufsbild Kriminalpolizei“ erstellt. Das „Berufsbild Kriminalpolizei“ setzt sich aus vielen verschiedenen, eigenständigen Berufsbildern zusammen, die innerhalb der Kriminalpolizei vorzufinden sind. Kernstück der vorliegenden Betrachtung ist dabei das Berufsbild „Kriminalpolizeibeamte/r“ oder besser „Kriminalistin /Kriminalist“.

Die Broschüre „Berufsbild Kriminalpolizei“ soll – vor dem Hintergrund der Historie, der gegenwärtigen Situation und den absehbaren Herausforderungen – der Politik, der Gesellschaft, den Medien und allen an der Kripo Interessierten deutlich machen, warum sofortiger Handlungsbedarf besteht, um die Kriminalpolizei auch in Zukunft noch handlungsfähig und attraktiv zu halten. Daher zeigt das „Berufsbild Kriminalpolizei“ auch auf, warum und auf welche Weise jetzt die Weichen gestellt werden müssen, um eine konsequente und zielgerichtete Aus- und Fortbildung in der Bundesrepublik Deutschland zu starten. Dabei unterstützt uns eine breite Phalanx von Experten aus den Reihen der Polizei, der Justiz, der Wissenschaft und der Wirtschaft /Industrie, die die BDK-Forderung nach der spezialisierten Einstellung und Ausbildung in der Polizei ausdrücklich teilen.

Der BDK unterstreicht mit der Broschüre „Berufsbild Kriminalpolizei“ seine Forderung nach der Manifestierung eines eigenständigen Berufsbildes für die Kriminalpolizei. Wir benennen Fakten und zeigen Entwicklungen auf, an denen niemand vorbeisehen kann. Die Broschüre kann als Printversion bei jeder BDK-Landesgeschäftsstelle oder der Bundesgeschäftsstelle kostenfrei bezogen werden.

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.