Berlin im Griff der OK! Innensenator dankt Kriminalisten!

11. April 2014 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter, Landesverband Berlin, konstatierte anlässlich seines Delegiertentages, dass die Organisierte Kriminalität (OK) zwar aus dem Blick der Öffentlichkeit geraten sei, dennoch aber präsent und hochgefährlich sei. Rocker und kriminelle arabische Clans sind nur zwei Blüten eines bunten Straußes der Erscheinungsformen.

Der neu (wieder-)gewählte Landeschef des BDK Berlin, Michael Böhl, fordert daher, die bisherigen Diskussion weg von Definitionen hin zu Dimensionen zu lenken: „Die gut 20 Jahre alte Definition von OK sorgt immer wieder für Streit und lenkt vom Thema ab, sie muss überarbeitet werden!“

„Um in der Bekämpfung der OK weiterzukommen brauchen wir auch den verstärkten Einsatz von Videovernehmungen und größere Sicherheit bei der Abschöpfung kriminellen Vermögens. Bestrebungen der Bundesregierung zur Beweislastumkehr unterstützen wir!“, so Böhl weiter. Auf dem LDT des BDK dankte Innensenator Frank Henkel den Kriminalisten für ihr Engagement in der Bekämpfung der OK. Der für die OK-Bekämpfung zuständige Berliner Oberstaatsanwalt Sjors Kamstra stellte in seinem Festreferat unter anderem fest, dass die OK sowohl die Justiz als auch die Polizei erreicht habe.

OK kann nur von fachkundigen Ermittlern wirksam bekämpft werden. Dazu sind neben wissenschaftlich-theoretischen Studienveranstaltungen auch längere praktische Unterweisungen auf den Dienststellen nötig. Diese wurden in den letzten Jahren gekürzt. „Die Praxisanteile in der Ausbildung müssen wieder erhöht werden“, so Böhl abschließend.