Intensivierung des Fandialogs beim Fußball

10. April 2014 | Themenbereich: Bayern | Drucken

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann hat heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), Dr. Rainer Koch, in Nürnberg die neuen ‚Dialogforen Fußball und Sicherheit‘ vorgestellt. Es handelt sich um das deutschlandweit erste Pilotprojekt spezieller Schlichtungsstellen beim Fußball, um den Dialog mit den Fans zu intensivieren. Die neuen Dialogforen starten zunächst in München für den FC Bayern München und den TSV 1860 München, in Nürnberg für den 1. FC Nürnberg und in Fürth für die SpVgg Greuther Fürth. Zug um Zug sollen die Dialogforen dann auf alle bayerischen Bundesligavereine ausgeweitet werden. Dazu Herrmann: „Unsere neuen ‚Dialogforen Fußball und Sicherheit‘ sind ein Angebot an Verbände, Vereine, Fans, Städte und Polizei, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und Verständnis, Akzeptanz sowie Vertrauen zu fördern. Damit wollen wir gemeinsam mit den Fans für mehr Sicherheit beim Fußball sorgen und gewalttätigen Chaoten die Rote Karte zeigen!“

Die neuen Dialogforen ‚Fußball und Sicherheit‘ gehen auf den Fußball-Sicherheitsgipfel vom Mai 2013 in Ingolstadt zurück, den Herrmann zusammen mit den bayerischen Fußballvereinen der 1. und 2. Bundesliga, dem Bayerischen Fußball-Verband und Vertretern der Fanprojekte einberufen hatte. Wie Herrmann erläuterte, sollen in den Dialogforen vor allem grundlegende Sachverhalte behandelt werden: „Das können beispielsweise Konflikte mit der Polizei sein, die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen durch den Verein beziehungsweise die Stadt oder auch Probleme rund um die An- oder Abfahrt.“ Darüber hinaus können die Dialogforen unabhängig von konkreten Anlässen einberufen werden, etwa um aktuelle Informationen an Fangruppierungen zu geben.

Angesiedelt sind die neuen Dialogforen beim jeweiligen ‚Örtlichen Ausschuss Sport und Sicherheit‘, einem Gremium, das sich auf lokaler Ebene mit Sicherheitsfragen rund um den Fußball beschäftigt. Der Bayerische Fußball-Verband prüft als Anlaufstelle für die Dialogforen die vorgebrachten Sachverhalte. BFV-Präsident Dr. Koch betonte: „Wir stimmen zusammen mit dem jeweiligen ‚Örtlichen Ausschuss Sport und Sicherheit‘ sowie dem Fanprojekt die Vorgehensweise ab und laden die erforderlichen Gesprächsteilnehmer ein.“ Zum Beispiel können auch Vertreter des ÖPNV oder der Bahn mit eingeladen werden. Als Moderator für das Dialogforum in München fungiert unter anderem der ehemalige Leiter des Fanprojektes München, Günter Krause. In Nürnberg hat sich Günther Koch, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Nürnberg, bereit erklärt, mitzuwirken. In Fürth übernimmt diese Aufgabe der dortige Sportbürgermeister Markus Braun.

Das ‚Dialogforum Fußball und Sicherheit‘ für München, Nürnberg und Fürth ist zentral wie folgt erreichbar:

Dialogforum Fußball und Sicherheit

BFV

Brienner Straße 50

80333 München

e-Mail: dialogforum.fussball@bfv.de

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