Erneut zeigen angekündigte Geschwindigkeitskontrollen positive Wirkungen

9. April 2014 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

Auf Niedersachsens Straßen stand in den letzten Tagen die Verkehrssicherheitsarbeit durch Geschwindigkeitsüberwachung im Vordergrund. Reduzierung der Verkehrsunfallzahlen und damit auch die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr war Ziel dieser Aktion.

Wie das geht, ist recht einfach: „Runter vom Gas, nicht hetzen und rasen, sich einfach vernünftig und rücksichtsvoll im Straßenverkehr bewegen und langsam fahren“, so fasst der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius als Fazit die 24-Stunden-Geschwindigkeitsüberwachung zusammen.

An der erneuten länderübergreifenden Aktion zur Überwachung der Geschwindigkeit waren in Niedersachsen rund 900 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte und Beschäftigte der Städte und Landkreise mit ihren Überwachungsgeräten im Einsatz. Auch Nordrhein-Westfalen beteiligte sich wieder an der Aktion und stellte seine Messgeräte an den Straßen auf.

Das Ergebnis: Wie in der Vergangenheit wieder deutlich weniger Geschwindigkeitsübertretungen als an vergleichbaren Tagen. „Uns ist es erneut gelungen, Menschenleben zu retten und die Vernunft bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zu schärfen. Rasen bringt nichts, außer Schmerzen, Leid und Trauer“, der Minister weiter. „Zu schnelles Fahren ist die Hauptursache für Unfälle mit tödlichem Ausgang auf Niedersachsens Straßen. Das wollen wir verhindern und so setzen wir uns weiter für sichere Straßen in Niedersachsen ein!“

An den 498 Messorten in Niedersachsen überprüften die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen über 120.185 Autos, Motorräder, Busse und LKW. Bei 4.434 Fahrzeugen zeigten die Messgeräte eine Geschwindigkeitsüberschreitung an und so lag die Beanstandungsquote bei 3,7 Prozent. An vergleichbaren Tagen ohne Ankündigung der Kontrollen liegt diese Quote bei rund 11 Prozent.

Der überwiegende Teil der Autofahrerinnen und Autofahrer zeigten auch bei dieser erneuten Aktion, wie bei den vorangegangenen gleichartigen Kontrollaktionen, eine vernünftige Fahrweise. Im Verwarngeldbereich (bis 35 Euro Verwarngeld) liegt die Anzahl der Geschwindigkeitsverstöße mit 3.063 gegenüber dem letzten Blitzmarathon im Juni letzten Jahres (4.115) etwas niedriger, genauso wie die Anzahl der Verstöße im Bußgeldbereich (Bußgeldbescheid ab 40 Euro mit Punkten). Hier gibt es 1.371 Verstöße gegenüber 1631im vergangenen Juni. Mit einem Fahrverbot werden in Niedersachsen 85 Fahrerinnen und Fahrer zu rechnen haben.

Pistorius unterstreicht, dass weniger Tempo auf der Straße gleichbedeutend mit mehr Sicherheit für alle zu sehen ist. „Mit frühzeitiger Ankündigung und Bekanntgabe aller Messorte zeigen wir auf, wann wir was, wo und wie überprüfen. Offener und transparenter geht es nicht“, begegnet der Minister den oft aufkommenden Vorwurf der „Abzocke“.

Einige außergewöhnliche Fälle gab es auch. So ein 24 jähriger Autofahrer, der in einer 70er Zone außerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit 126 km/h gemessen worden ist. Ein anderer „Junger Fahrer“ wurde unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln beim Fahren eines Pkw ertappt. Auf der Autobahn 7 im Bereich Göttingen wurde der höchste Geschwindigkeitsverstoß gemessen, ein Fahrzeugführer fuhr 164 km/h statt der erlaubten 100 km/h. Auch im Bereich der Polizeidirektion Göttingen konnte zudem ein 15-jähriger Mofa-Fahrer angehalten werden, dessen Mofa getunt und er nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis war.

Im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheitsinitiative 2020 (VSI 2020) wird es in Niedersachsen weitere angekündigte und unangekündigte Kontrollaktionen geben. Ziel der VSI 2020 ist es, die Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten in Niedersachsen bis zum Jahr 2020 um ein Drittel zu reduzieren. Der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf den Landstraßen, denn hier sind regelmäßig jedes Jahr zwei Drittel und mehr der Unfalltoten zu beklagen.

Im Herbst beteiligt sich Niedersachsen an dem zweiten bundesweiten Blitzmarathon.

Die Ergebnisse für Niedersachsen in Zahlen:

Polizeibeamte im Einsatz: 830

Messorte landesweit: 498

Kontrollierte Fahrzeuge: 120.185

Geschwindigkeitsüberschreitungen

– im Verwarngeldbereich: 3.063

– im Bußgeldbereich: 1.371

Beanstandungsquote

– April 2014: 3,7 %

– Oktober 2013: 3,18 %

(Bundesweiter Blitzmarathon)

– Juni 2013: 3,43 %

(Länderübergreifender Blitzmarathon mit Nordrhein-Westfalen)

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