Kunden brauchen Schutz am Geldautomaten

8. April 2014 | Themenbereich: Die Linkspartei, Parteien | Drucken

„Kunden brauchen mehr Sicherheit vor Ausspähung und Abzocke am Geldautomaten. Längst nicht allen Betreibern von Geldautomaten ist klar, dass morgen der Support für Windows XP endet und sie schleunigst entsprechende Maßnahmen zum Verbraucher- und Datenschutz treffen müssen. Eine rechtzeitige Informationskampagne durch die Bundesregierung und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab es nicht. Beide haben den nahenden Stichtag schlichtweg verpennt“, erklärt Susanna Karawanskij, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Finanzausschuss, zum Auslaufen der Herstellerunterstützung (Sicherheitsupdates etc.) für das Betriebssystem Windows XP am 8. April 2014, dessen Version Windows XP Professional for Embedded Systems in zahlreichen Geldautomaten und Kassensystemen in Deutschland verwendet wird. Karawanskij weiter:

„Wenn die Herstellerunterstützung endet, können Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden, wodurch Kunden ebenso wie Geldautomatenbetreiber beträchtlichen Schaden erleiden können, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf meine Schriftliche Frage 2/130 vom Februar bestätigt hat. Die Betreiber sollten daher schleunigst auf aktuelle Betriebssysteme mit regelmäßigem Sicherheitsupdate umsatteln. Wichtig ist, dass entstehende Zusatzkosten nicht auf die Kunden abgewälzt werden.

Die Bundesregierung muss endlich ein Gesamtkonzept zum Schutz vor den zunehmenden und immer raffinierteren elektronischen Banküberfällen und Hackerangriffen entwickeln. Informationen über Sicherheitslücken, um zum Beispiel an Kreditkartennummern zu kommen, werden auf dem Schwarzmarkt für immense Geldsummen gehandelt. Dem gilt es einen Riegel vorzuschieben.

Das Unternehmen Microsoft darf ebenfalls nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden. Der Softwarekonzern muss schnell und kostengünstig technische Hilfe zur Systemumstellung anbieten und darf das morgige Fristende nicht dazu nutzen, einen fetten Reibach zu machen. Die Zeit nach dem 8. April darf nicht zu Festwochen für Hacker werden.“

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