Achtung! Stille SMS!

8. April 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus lässt sich wieder einmal die Polizei erklären und ist sauer, dass sie es nicht versteht. Diesen Eindruck kann man anlässlich der gestrigen Debatte im Innenausschuss zum Thema „stille SMS“ gewinnen.

Innensenator und Polizeipräsident haben die Zahlen vorgelegt und an die gültige Rechtslage (Strafprozessordnung/Richtervorbehalt) erinnert. Genützt hat es nichts! Pauschalverdächtigungen wie „Bevölkerungsüberwachung“ und „Geheimnistuerei um den Anstieg der Zahlen“ waren die Antwort.

Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Kriminalitätsbekämpfung, lassen Sie sich davon nicht beirren!

Es scheint sehr schwer zu sein, Politikern zu vermitteln, dass es keinen Spaß macht, Leute zu überwachen oder zu belauschen. Es gibt Schöneres! Sie scheinen auch nicht mitbekommen zu haben, dass die Ausstattung mit Zweit- und Dritthandy/-karte unter den Kriminellen ständig steigt und damit auch die Anzahl der notwendigen Überwachungsmaßnahmen. Und wenn wir immer weniger Personal haben, müssen wir verstärkt zur Technik greifen! Wir können auch nicht jede denkbare Statistik führen, um den Politikern die Polizeiwelt zu erklären. Dazu müssten wir unsere Kernaufgabe, für die der Bürger uns bezahlt, vernachlässigen.

Es ist kein Unrecht, Kriminelle zu verfolgen, das tun Sie bitte weiter, so schwer es Ihnen auch gemacht wird! Und jetzt bitten wir um Ruhe zum Thema „Stille SMS“!

 

 

 

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