Jugendfeuerwehrausbildungszentrum bleibt in Marburg

7. April 2014 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Hessen | Drucken

„Nach reiflicher Überlegung und Abwägung der Vor- und Nachteile einer möglichen Verlagerung des Jugendfeuerwehrausbildungszentrums habe ich entschieden, den Standort Marburg-Cappel beizubehalten und dort einen Neubau zu errichten. Dieses Vorhaben wollen wir gemeinsam mit der Stadt Marburg umsetzen“, sagte der hessische Innenminister Peter Beuth am Samstag im Rahmen der Versammlung des Landesfeuerwehrverbandes Hessen.

Neben der zentralen, für alle gut erreichbaren Lage in Mittelhessen, die auch seitens der die Landesregierung tragenden Koalitionspartner festgeschrieben wurde, hat sich Marburg in den vergangen Jahren als Standort bewährt – insbesondere auch durch die örtliche Integration der Geschäftsstelle der Hessischen Jugendfeuerwehr in das Jugendausbildungszentrum im Stadtteil Cappel. Darüber hinaus bietet das vorhandene Gelände die stadtplanerischen Voraussetzungen, um die bauliche Neugestaltung durchführen zu können. Damit würden keine zusätzlichen Kosten für einen Grundstückserwerb sowie dessen Erschließung anfallen.

Das Jugendfeuerwehrausbildungszentrum ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Hessischen Landesfeuerwehrschule für die Aus- und Fortbildung von Jugendfeuerwehr-wartinnen und Jugendfeuerwehrwarten. Bereits seit längerer Zeit ist klar, dass die Unterbringung nicht mehr zeitgemäß ist. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dieser Entscheidung einen unverzichtbaren Beitrag zur Nachwuchsgewinnung und somit zum Erhalt der ehrenamtlichen Strukturen im Feuerwehrwesen leisten“, so der Innenminister.

Beuth wies weiter darauf hin, dass das Land Hessen die Kommunen im Jahr 2013 mit rund 11 Millionen Euro beim Bau von Feuerwehrhäusern und dem Kauf von Feuerwehrfahrzeugen unterstützt hat.

Innenminister Beuth ging im Weiteren auf die umfangreichen Beschaffungen des Landes für den Katastrophenschutz ein und forderte den Bund auf, hier auch seinen Verpflichtungen nachzukommen. „Hessen wird den Bund bei der nächsten Innenministerkonferenz auffordern, seine Verpflichtungen einzuhalten, die er im Zuge der Neuen Strategien zum Schutz der Bevölkerung eingegangen ist. Dies war zwischen Bund und Ländern ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Das Land Hessen hat seinen Teil geleistet. Jetzt nehme ich den Bund in die Pflicht. Er muss die zugesagten Bundesmittel in Höhe von 57 Millionen Euro pro Jahr bereitstellen“, sagte Beuth und kündigte eine Initiative zur nächsten Innenministerkonferenz an.

Dem Präsidenten des Landesfeuerwehrverbandes, Dr. Ralf Ackermann, übergab der Innenminister zudem zwei Bescheide zur Förderung der Verbandsarbeit und der Hessischen Jugendfeuerwehr über insgesamt rund 300.000 €.

Zudem übergab der Minister einige vom Land geförderte Feuerwehrfahrzeuge an folgende Kommunen:

 

Butzbach-Bodenrod (Wetteraukreis), Tragkraftspritzenfahrzeug

Der Anteil des Landes an der Beschaffung hat einen Wert von circa 34.000 Euro und deckt damit rund 40 Prozent der Ausgaben. Das Fahrzeug dient überwiegend der Brandbekämpfung und gilt mit der zur Gruppe ergänzten Besatzung als selbständige taktische Einheit.

Grasellenbach-Hammelbach (Landkreis Bergstraße), Löschgruppenfahrzeug 10

Der Anteil des Landes an der Beschaffung hat einen Wert von rund 95.000 Euro und deckt damit rund 40 Prozent der Ausgaben. Das Fahrzeug dient der Brandbekämpfung, der Löschwasserversorgung und der einfachen technischen Hilfeleistung.

Reiskirchen-Lindenstruht (Landkreis Gießen), Löschgruppenfahrzeug 10

Der Anteil des Landes an der Beschaffung hat einen Wert von 95.000 Euro und deckt damit rund 40 Prozent der Ausgaben. Das Fahrzeug dient der Brandbekämpfung, der Löschwasserversorgung und der einfachen technischen Hilfeleistung.

Eltville-Erbach (Rheingau-Taunus-Kreis), Staffellöschfahrzeug 20/25

Die Zuwendung beträgt 45.000 Euro und deckt damit rund 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (180.000 Euro). Das Fahrzeug dient als technisch/taktisch selbstständiges Staffelfahrzeug mit Gruppenbeladung überwiegend zur Brandbekämpfung und der Löschwasserversorgung auf Verkehrswegen und in waldreichen Gebieten.

 Groß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg), Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug 20

Die Zuwendung beträgt circa 77.000 Euro und deckt damit rund 30 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (257.000 Euro). Das Fahrzeug dient der Brandbekämpfung, der Löschwasserversorgung und der technischen Hilfeleistung.

 

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