Hessischer Katastrophenschutz stellt Leistungsfähigkeit unter Beweis

4. April 2014 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Hessen | Drucken

Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat heute in Wiesbaden den großen Einsatz des Hessischen Katastrophenschutzes nach den Folgen der Schneekatastrophe in Slowenien gelobt. Gleichzeitig betonte Beuth eindrücklich die Notwendigkeit eines leistungsfähigen Hilfeleistungssystems mit Blick auf mögliche weitere Katastrophen-Szenarien.

„Der Hilfeleistungseinsatz in Slowenien hat eines ganz deutlich gezeigt: Der Hessische Katastrophenschutz ist da, wenn man ihn braucht. Hierfür gebührt den Helferinnen und Helfern der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW) unser tief empfundener Dank. Um ihren Einsatz zu würdigen, werden wir die beteiligten hessischen Katastrophenschützer zu einem Helferfest einladen. Der Stromausfall in Slowenien hat uns vor Augen geführt: Es handelt sich bei einem solchen Szenario nicht um bloße Planspiele. Ein flächendeckender Stromausfall kann schnell bittere Realität werden“, sagte Peter Beuth. „Wir werden daher alles daran setzen, unsere Handlungsfähigkeit in diesem Bereich noch weiter zu verbessern.“

Ein leistungsfähiges Hilfeleistungssystem sei allerdings auch nicht zum Nulltarif zu haben, betonte der Innenminister gleichzeitig: „Es bedarf neben engagierten und gut ausgebildeten Helfern auch einer angemessenen Ausstattung und vorausschauender Investitionsentscheidungen. Hier sind Bund und Länder gleichermaßen gefordert, einen leistungsfähigen, modern ausgestatteten Zivil- und Katastrophenschutz sicherzustellen.“

Der Innenminister zeigte sich beeindruckt von der Zusammenarbeit zwischen den internationalen Hilfskräften und Sloweniens Zivilschutzkräften. „Dieses Ereignis hat eines gezeigt: Europa ist eine Wertegemeinschaft, in der sich die Mitglieder gegenseitig unterstützen, wenn Not am Mann ist. Der Einsatz in Slowenien sollte daher auch ein Zeichen an die Europäische Union sein: Wir brauchen hier weder Belehrungen noch Ersatzvornahmen seitens der Europäischen Union in Form von EU-eigenen Katastrophenschutz-Truppen. Die slowenischen Zivilschutzkräfte haben gemeinsam mit der internationalen Helfergemeinschaft gezeigt, dass die Mitgliedstaaten sehr wohl in der Lage sind, auch solche flächendeckenden Katastrophenlagen gemeinsam zu bewältigen. Ich freue mich sehr, dass hessische Kräfte daran mitgewirkt haben.“

 

Hintergrund:

Die Hessische Landesregierung hat sich der Herausforderung gestellt und seit dem Jahr 2008 in einer beispielhaften Ausstattungsoffensive rund 30 Millionen Euro in den Katastrophenschutz investiert. Die Helferinnen und Helfer verfügen über die modernste Ausstattung in der Geschichte des hessischen Katastrophenschutzes. Hessen hat seinen Katastrophenschutz als einziges Land flächendeckend mit Notstrom-Großaggregaten ausgestattet. Mit diesen Aggregaten konnten die hessischen Helfer – rund 100 überwiegend ehrenamtliche Feuerwehrangehörige, unterstützt von einer Logistik-Komponente des THW – in Slowenien wichtige kritische Infrastrukturen, wie beispielsweise ein Krankenhaus oder ein Altenheim, aber auch ein Einkaufszentrum und ganze Wohngebiete mit Strom versorgen.

 

 

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