Von Na­mi­bia in die Welt – 25 Jah­re po­li­zei­li­ches Aus­land­sen­ga­ge­ment

3. April 2014 | Themenbereich: Polizei | Drucken

In einer Feierstunde wurde das Jubiläum sowie das Engagement aller im Jahr 2013 in Auslandsmissionen eingesetzten deutschen Polizisten gewürdigt.

Seit 25 Jahren beteiligt sich Deutschland mit Polizisten aus Bund und Ländern an internationalen Polizeimissionen und bilateralen Polizeiprojekten. Unter diesem Motto wurden am 2. April 2014 die im Jahr 2013 eingesetzten Beamtinnen und Beamten in Auslandsmissionen für ihren Einsatz geehrt.

„Wir ehren heute diejenigen, die die Hauptlast der internationalen Einsätze tragen. Die Entbehrungen auf sich nehmen. Die fern von Familien und Freunden Dienst tun für unser Land und für Sicherheit und Frieden in der Welt.“ Mit diesen Worten leitete Bundesinnenminister Dr. de Maizière die Feierstunde für die in 2013 aus dem Ausland zurückgekehrten Beamtinnen und Beamten ein.

Besonders begrüßte er dabei die rund 50 Beamten der ehemaligen Mission UNTAG (United Nations Transition Assistance Group), die 1989 am ersten Einsatz in Namibia teilnahmen. Seit nunmehr 25 Jahren leistet Deutschland mit der Entsendung von Polizistinnen und Polizisten aus Bund und Ländern einen wichtigen Beitrag zur Stabilität im Ausland. In diesem Zeitraum unterstützten mittlerweile 9.000 Beamtinnen und Beamte aus Bund und Länder in insgesamt 28 internationalen Friedenmissionen Staaten beim Aufbau funktionierender Sicherheitsstrukturen.

Vor ca. 530 Gästen, darunter zahlreiche Abgeordnete des Deutschen Bundestages, lobte Bundesinnenminister Dr. de Maizière „den Mut und die Bereitschaft unter schwierigsten Bedingungen Verantwortung zu übernehmen.“

„Mein besonderer Dank gilt den Familienangehörigen und Freunden, die während des Auslandseinsatzes den Alltag alleine bewältigen müssen.“ betonte der Minister.

Als besondere Herausforderung sah er den nachhaltigen Kapazitätsaufbau im Sicherheitsbereich. Nur mit einem am tatsächlichen Bedarf der Krisenländer ausgerichteten Engagement ist es möglich, eine rechtsstaatlich ausgerichtete Polizei und eine funktionierende Sicherheitsstruktur aufzubauen, die das Vertrauen und die Erwartung der Bürger erfüllt.

Derzeit beteiligt sich Deutschland mit rund 300 Beamtinnen und Beamten des Bundes und der Länder in fünf Missionen der Vereinten Nationen und sieben Missionen der Europäischen Union in Staaten wie Südsudan, Liberia, Georgien, Mali, Kosovo, Libyen. Hinzu kommen zwei bilaterale Polizeiprojekte in Afghanistan und Saudi-Arabien.

 

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