Opferhilfe kennt keine Grenzen

3. April 2014 | Themenbereich: Justiz, Rheinland-Pfalz | Drucken

Mit einer neuen Initiative soll die Opferhilfe von Menschen mit Migrationshintergrund in Rheinland-Pfalz gestärkt werden. „Wer Opfer von Kriminalität wird, braucht Hilfe – ganz egal aus welchem kulturellen Umfeld er kommt oder welche Sprache er spricht“, sagte Innenminister Roger Lewentz am Donnerstag in Mainz. Der Innenminister, der Vorsitzende des WEISSEN RINGS, Karl-Heinz Weber, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration in Rheinland-Pfalz (agarp), Selim Özen und der Generalkonsul der Republik der Türkei, Aslan Alper Yüksel, haben dort eine Kooperationsvereinbarung zur Opferhilfe unterzeichnet.

Unter dem Motto „Opferhilfe kennt keine Grenzen“ soll die interkulturelle Zusammenarbeit in Sachen Aufklärung, Information und Unterstützung für Opfer von Kriminalität gewährleistet werden.Lewentz betonte: „Wir möchten Migrantinnen und Migranten mehr Beratung, Hilfe und Unterstützung bieten, falls sie Opfer von Straftaten und insbesondere Gewalttaten werden sollten.“ In einem ersten Schritt werde es künftig Informationsmaterialien in türkischer Sprache geben. Mit regionalen Veranstaltungen will man gemeinsam die bestehenden staatlichen und nichtstaatlichen Hilfsangebote bekannter machen.

„Wir möchten die Zusammenarbeit der Institutionen intensivieren, um gemeinsam effizient und kompetent Opferhilfe in Rheinland-Pfalz leisten zu können“, sagte der Minister.Bei der ersten Stufe der Kampagne zur Opferhilfe wird die Zielgruppe der türkischen Gemeinde angesprochen, da diese die größte Gruppe der Migranten in Rheinland-Pfalz darstellt. Schrittweise soll das Angebot für andere Nationalitäten ausgebaut werden.

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