Polizei beschlagnahmt Reisepässe von mutmaßlichen Salafisten

2. April 2014 | Themenbereich: Bremen, Innere Sicherheit | Drucken

In Abstimmung mit der Innenbehörde hat die Bremer Polizei  Hausdurchsuchungen bei sieben Männern vorgenommen, über die Erkenntnisse vorlagen, dass sie möglicherweise demnächst ins syrische Krisengebiet ausreisen wollten. Das Amtsgericht hatte die Durchsuchungsbeschlüsse zur Gefahrenabwehr nach dem Polizeigesetz erlassen. Bei der Aktion stellte die Polizei die Reisepässe der Männer sicher. Außerdem stellte sie Handys und Computer der Männer sicher sowie zwei Gaspistolen, zwei Schreckschusspistolen, vier Gotchawaffen und ein Elektroimpulsgerät. Den Behörden lagen Erkenntnisse vor, dass die Männer möglicherweise aufgrund einer zunehmenden Radikalisierung beabsichtigten, an Kampfhandlungen in Syrien teilzunehmen. Damit sie im Ausland keine Straftaten begehen können, aber auch zu ihrem eigenen Schutz wurden ihnen nun die Pässe entzogen und ihnen ein Ausreiseverbot erteilt. Bei den Betroffenen handelt es sich um vier Männer mit türkischer Staatsangehörigkeit, um einen Deutschen und zwei Männer mit türkischer und deutscher Staatsangehörigkeit.

Innensenator Mäurer bedankte sich heute Mittag bei der Polizei und fügt hinzu: „Wir werden alles dafür tun, dass selbsternannte Gotteskrieger nicht von hier aus nach Syrien ausreisen und dort an Gewaltverbrechen teilnehmen. In Bremen werden die Sicherheitsbehörden die Aktivitäten dieser Leute und ihrer Gesinnungsgenossen weiterhin genau im Auge behalten.“

Zur Erklärung: Beim Salafismus handelt es sich um eine besonders radikale Strömung innerhalb des islamistischen Extremismus. Ihre Anhänger orientieren sich am „wahren Ur-Islam“ und lehnen die demokratische Grundordnung ab.