Neuer GdP-Vorstand drängt auf familienfreundliche Arbeitsbedingungen bei der Polizei

2. April 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Nach der Wiederwahl von Arnold Plickert zum Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat der Landesdelegiertentag der GdP auch die bisherigen stellvertretenden Landesvorsitzenden Jutta Jakobs (Tarifbeschäftige), Michael Mertens (BV Köln) und Wolfgang Spies (BV Düsseldorf) mit großer Mehrheit wiedergewählt. Karl-Heinz Kochs (BV Aus- und Weiterbildung), der neben seiner Funktion als Vorsitzender des Hauptpersonalrats auch stellvertretender Landesvorsitzender der GdP war, trat aus Altersgründen nicht mehr an. Als Nachfolger wurde das bisherige Vorstandsmitglied Rainer Peltz (BV Arnsberg) zum weiteren stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt.

Auch die übrigen Mitglieder des Geschäftsführenden Landesbezirksvorstands wurden mit großer Mehrheit in ihren Funktionen bestätigt. Als Kassierer und als dessen Stellvertreter wurden Heinrich Senkowski (BV Düsseldorf) und Lorenz Rojahn (BV Münster), als Schriftführer und stellvertretender Schriftführer Volker Huß (BV Arnsberg) und Ralf Robertz (BV Düsseldorf) sowie als weiteres Mitglied Jürgen Wolff (BV Köln) wiedergewählt. Als Vertreter des Bezirks Aus- und Fortbildung wurde Michael Maatz in den Vorstand gewählt.

Als einen der ersten Arbeitsschwerpunkte will der neue GdP-Vorstand familienfreundliche Arbeitsbedingungen bei der Polizei durchsetzen. „38 Prozent aller Nachwuchspolizisten in NRW sind Frauen. Die Frage der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf ist deshalb längst kein weiches Thema mehr, sondern sie ist mitentscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Polizei“, sagte in Dortmund GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert. „Wenn wir dieses Problem nicht endlich ernsthaft angehen, werden wir schon bald bei der Polizei gigantisch Familienausfallzeiten erleben.“

Dringend Handlungsbedarf sieht die GdP auch bei der von Rot-Grün geplanten Reform des Dienstrechts für die Beamten. Die GdP dringt darauf, dass die Übernahme höherwertiger Tätigkeit besser vergütet wird. Zudem fordert sie eine Einführung von Langzeitarbeitskonten bei der Polizei und die Wiederherstellung der Ruhegehaltsfähigkeit der Polizeizulage. Die rot-grüne Landesregierung hatte in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, dass die Zulage, die Polizisten und Feuerwehrleute als Ausgleich für die besonderen Belastungen ihres Berufs erhalten, bei der Altersversorgung wieder berücksichtigt werden soll, die Umsetzung dieses Versprechens aber immer wieder verschoben.

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