Verkehrssicherheit zur Schuleinschreibung 2014

31. März 2014 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Mehr als 100.000 Schulanfänger werden in Bayern im April für das neue Schuljahr 2014/2015 eingeschrieben. Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck hat heute zum Start der Schuleinschreibung zusammen mit der Gemeinschaftsaktion ‚Sicher zur Schule – Sicher nach Hause‘ ein Maßnahmenpaket zur Erhöhung der Schulwegsicherheit vorgestellt. Mit dabei war unter anderem der Präsident der Landesverkehrswacht Bayern, MdL Dr. Florian Herrmann. Eck geht es bei der diesjährigen Aktionen unter dem Motto ‚Stark ins Leben‘ insbesondere darum, Eltern und Kinder frühzeitig für einen sicheren Schulweg zu sensibilisieren. Dazu gehört beispielsweise, die von den Schulwegplänen der Kommunen ausgewiesenen Schulwege rechtzeitig einzuüben.

Der tägliche Schulweg stellt insbesondere die ABC-Schützen vor große Herausforderungen, erklärte Eck. Die Schulwegsicherheit habe daher einen besonders hohen Stellenwert im bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm ‚Bayern mobil – sicher ans Ziel‘. „Eine wichtige Rolle nimmt hier die Gemeinschaftsaktion ‚Sicher zur Schule – Sicher nach Hause‘ ein“, erläuterte Eck. Im Rahmen der Gemeinschaftsaktion engagieren sich die Kommunale Unfallversicherung Bayern / Bayerische Landesunfallkasse, die Landesverkehrswacht Bayern, der ADAC – Verkehrssicherheitskreis Bayern, der Bayerische Rundfunk, das Forum Verkehr der Süddeutschen Zeitung und das bayerische Kultusministerium für die Verkehrssicherheit der Schulkinder.

„Die Kommunale Unfallversicherung Bayern geht zur Zeit gezielt gegen das Problem der vielfachen Ablenkungsmöglichkeiten der Kinder im Straßenverkehr vor“, brachte Eck als Beispiel. Neue Wege der Verkehrsprävention geht nach dem Worten Ecks auch der ADAC mit dem Verkehrssicherheitsprogramm für Vorschule und erste Klassen mit dem Titel ‚Aufgepasst mit ADACUS – Der Rabe ADACUS bringt ABC-Schützen sicher über die Straße‘. Schülerinnen und Schüler einer Münchner Grundschule an der Dachauer Straße führten dazu dem Verkehrsstaatssekretär Ausschnitte des ADACUS-Programms vor.

Eck setzt aber auch auf eine intensive Jugendverkehrsschulausbildung in den vierten Klassen: „Im vergangenen Schuljahr wurde bayernweit mit mehr als 114.000 Schülerinnen und Schüler nahezu jeder Viertklässler von der Polizei geschult.“ Der Verkehrsstaatssekretär möchte zudem die Schulwegdienste in Bayern ausweiten: „Knapp 32.000 Ehrenamtliche leisten im Freistaat als Schülerlotsen, Schulweghelfer, Schulbuslotsen und -begleiter täglich Enormes für die Sicherheit unserer Schulkinder. Ich hoffe, möglichst viele nehmen sich ein Vorbild und engagieren sich ebensfalls tatkräftig für einen sicheren Schulweg.“

Positive Nachrichten hat Eck von der Vekehrsunfallstatistik: 2013 ging in Bayern die Zahl der Schulwegunfälle (682 Unfälle, – 2,6 Prozent) und der verletzten Schüler (760 Verletzte, -9,8 Prozent) zurück. Besonders tragisch ist jedoch, dass auch im letzten Jahr in Bayern – wie schon 2012 – ein Kind auf dem Schulweg ums Leben gekommen ist. Im laufenden Jahr ereigneten sich bayernweit bis Anfang Februar 75 Schulwegunfälle, bei denen 93 Schülerinnen und Schüler verletzt wurden. Glücklicherweise kam in diesem Jahr bislang kein Kind zu Tode. „Zwar ist es uns in den letzten Jahrzehnten gelungen, die Schulwegsicherheit ganz entscheidend zu verbessern“, fasste Eck zusammen. „Trotzdem müssen wir unsere gemeinsamen Anstrengungen im Interesse unserer Kinder konsequent fortsetzen und verstärken.“