„Sozialkompetenz und Antigewalttraining“

31. März 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Justiz | Drucken

Justizminister Dr. Helmuth Markov besuchte bei einer Reise durch den Kreis Prignitz ein Projekt des Caritas-Verbandes und der Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher in Perleberg und informierte sich über die dortige Arbeit. Markov zeigte sich beeindruckt von der Arbeit und lobte das Präventionsangebot für gewaltbereite Jugendliche.

„Jungen Menschen beim Heranwachsen Unterstützung, Förderung und Hilfe in Form von Konfliktlösungstraining, Antigewalt- und Kompetenzarbeit zu geben, ist eine wichtige Aufgabe. Insbesondere für gewaltbereite Jugendliche ist oftmals schon die Fähigkeit, Kontakte mit Gleichaltrigen zu gestalten, um Freundschaften zu knüpfen und aufrecht zu erhalten, eine Herausforderung. Oft fällt es gerade diesen jungen Menschen schwer, Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle anderer adäquat wahrzunehmen und zu berücksichtigen.“ so Minister Markov. „Das Präventionsangebot – Sozialkompetenz und Antigewalttraining -, das durch den Landkreis Prignitz gefördert wird, ist eine sinnvolle Ergänzung und Vertiefung der Arbeit der Sozialraumteams des Landkreises Prignitz.

Die Sozialen Kompetenztrainingskurse „Verantwortung übernehmen – gewaltfrei leben“ des Caritas-Verbandes und der Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher richten sich in erster Linie an Jugendliche und junge Volljährige zwischen 14 und 27, die mit Gewalttaten auffällig geworden sind, die wiederholt straffällig geworden sind oder einer solchen Straftat verdächtigt werden oder schuldig und von Haft bedroht sind. Das Training wird von 2 ausgebildeten Antigewalt- und Kompetenztrainern angeleitet. Zu den Schwerpunkten des Trainings gehören die persönliche Konflikt- und Gewaltaufarbeitung, die Auseinandersetzung mit dem eigenen Gewaltverhalten und der Einbettung dieses Verhaltens in das eigene Lebensumfeld.

Markov bilanzierte: „Dieses Training ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg der Resozialisierung. Gerade gewaltorientierte Straftäter müssen lernen, dass ein Leben ohne Gewalt möglich ist und persönliche Ziele auch dann zu erreichen sind, wenn man sich an die gesellschaftlichen Normen und Regeln hält”

 

Hintergrund:

Seit dem Jahr 2006 besteht zwischen dem Kinder- und Jugenddorf Sigrön als Einrichtung der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung Brandenburger Kinder und Jugendlicher mbH (GFB) und dem Kinder- und Jugendhilfeteam der Caritas für das Erzbistum Berlin e. V. eine enge Kooperation.

Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V. ist als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche, ein anerkannter Träger psychosozialer und gesundheitsfürsorgerischer Dienste sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Er wirkt in zahlreichen landesweit tätigen Gremien und Ausschüssen bei der Gestaltung fachlicher sowie sozial-, gesundheits-, familien- und jugendpolitischer Rahmenbedingungen mit. Des Weiteren bietet der Caritasverband mit seinen Diensten und Einrichtungen allen Menschen fachlich qualifizierte Hilfe an, unabhängig von Nationalität, Religionszugehörigkeit und Weltanschauung. Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V. unterhält in den Ländern Berlin, Brandenburg und Vorpommern vielseitige Beratungs- und Hilfeangebote. Zu diesen zählen die Allgemeine Sozialberatung, Schuldner- und Insolvenzberatung, Erziehungsberatung, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, Suchtberatung/Suchtprävention sowie die Schwangerschaftsberatung, Angebote der Kinder- und Jugendhilfe, Betreuungsvereine, Erholungshilfen, Straffälligenhilfe sowie Sozialarbeit an Schulen prägen des Weiteren das Leistungsspektrum. Zudem bietet der Caritasverband Hilfen für psychisch Kranke, berät Migranten, unterstützt Obdachlose, bietet ambulante flexible Erziehungshilfen sowie Sozialkompetenz und Antigewalttraining für Jugendliche an. Seniorenbegegnungsstätten, Jugendclubs, Freiwilligenzentren, Projekt der Arbeitsförderung sowie CARIsatt-Läden ergänzen die Angebotspalette.