PSR 2014 oder Polizei 2.0?

28. März 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Sachsen-Anhalt | Drucken

Nach Medienangaben soll sich Sachsen-Anhalts Große Koalition gestern Abend völlig überraschend auf die Einstellung zusätzlicher Lehrer und Polizeianwärter bereits in diesem Jahr verständigt haben.

An der Fachhochschule Polizei in Aschersleben soll die Zahl neu auszubildender Beamter um 50 auf 200 aufgestockt werden. Dieser erweiterte Neueinstellungskorridor bei der Polizei soll offenbar auch für die Jahre 2015 und 2016 gelten.

Ministerpräsident wird mit folgendem Satz zitiert:  „Ich wollte gleich alles auf einmal auflösen, was im Stau steht, diese Paketlösung ist gelungen“.

„Dahinter steckt auch das Problem von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU), mindestens 6.000 Polizisten für seine geplante Strukturreform zu benötigen“, so die Medien.

Hallo, so eine Beruhigungspille; als wenn es um 50 Auszubildende mehr geht.

2016 werden noch 5800 KollegInnen im Dienst sein. (Davon noch 300 ATZ Freigestellte abgezogen!), 2017 sind dann noch weitere ca. 300 in Pension. Nun kann sich jeder ausrechnen, wie groß die Personalstärke der Polizei ist. 5800 – 300 + 200 NE= 5700. Das soll die Struktur retten, die zukunftssicher mit 6000 geplant wird. Guten Tag, Strukturreform 2017.

Wir erwarten von der Landesregierung die Aufnahme eines konstruktiven Dialoges und nicht die Verteilung von weißer Salbe für die ungelösten Probleme in der Polizei.

Quelle : GdP Sachsen-Anhalt

 

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