Beantwortung der mdl. Anfrage der FDP zu Nachwuchskräften bei der niedersächsischen Polizei

28. März 2014 | Themenbereich: Niedersachsen, Polizei | Drucken

Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 28.03.2014; Fragestunde Nr. 20

Innenminister Boris Pistorius beantwortet die mündliche Anfrage der Abgeordneten

Björn Försterling, Jan-Christoph Oetjen, Dr. Stefan Birkner und Dr. Marco Genthe (FDP).

Die Abgeordneten hatten gefragt:

In der nahen Zukunft benötigt die niedersächsische Polizei rund 1 000 Nachwuchskräfte pro Jahr, um die geplanten und ungeplanten Abgänge auszugleichen. Gleichzeitig nehmen aufgrund des demografischen Wandels die Schülerabgangszahlen ab.

Wir fragen die Landesregierung:

1. Wie viele offene Stellen für Nachwuchsstellen im gehobenen Polizeidienst hat es im Jahr 2013 gegeben, und wie viele Bewerber haben sich auf diese Stellen beworben?

2. Wie viele Bewerber davon haben in dem Jahr das Eignungsverfahren bestanden?

3. Wie viele Bewerbungsrücknahmen trotz Einstellungszusage gab es 2013? Wie viel Prozent davon sagten bei anderen Polizeidienstherren (Landespolizei anderer Bundesländer/Bundespolizei/Zoll) zu?

Innenminister Boris Pistorius beantwortete namens der Landesregierung die Anfrage wie folgt:

Die Nachwuchsgewinnung ist ein Schlüsselthema für die Polizei Niedersachsen, um auch in Zukunft junge und motivierte Menschen für den Polizeiberuf zu gewinnen. Obwohl Niedersachsen derzeit über ausreichende Bewerbungszahlen verfügt, hat der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt erkennbar begonnen und die niedersächsische Polizei stellt sich mit einer modernen und zielgruppenorientierten Nachwuchsgewinnung entsprechend darauf ein.

Basierend auf ein Gesamtwerbekonzept aus 2012 hat die Polizei Niedersachsen bereits eine Vielzahl von Werbemaßnahmen (wie z.B. Facebook, Radiowerbung, Kinospot, Karriereportal Niedersachsen, Berufsmessen, etc.) initiiert und richtet ihre Auswahl- und Einstellungsstrategien zukunftsfähig aus. Sie verstärkt ihren Blick auf besondere Zielgruppen, wie z. B. Personen mit Migrationshintergrund. Aber auch andere Zielgruppen, wie Realschülerinnen und -schüler sowie Spitzensportlerinnen und -sportler, stehen im Fokus. Darüber hinaus ist die Polizei Niedersachsen bestrebt, den Frauenanteil an den Einstellung, der derzeit bei ca. 38 % liegt, weiter zu erhöhen.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1.:

Für eine Einstellung zum 1.10.2013 in das Beamtenverhältnis auf Widerruf als Polizeikommissaranwärterin und -anwärter gingen bei einem Einstellungskontingent von 680 insgesamt 4807 Bewerbungen ein.

Zu 2.:

Von den 4807 Bewerberinnen und Bewerbern haben insgesamt 1139 das Eignungs- und Auswahlverfahren bestanden.

Zu 3.:

Zum Einstellungstermin 1.10.2013 nahmen insgesamt 226 Bewerberinnen und Bewerber ihre Bewerbung nach einer Zusage bzw. der schriftlichen Einberufung zurück. Eine differenzierte Erfassung zwischen Rücknahmen von Bewerberinnen und Bewerbern, die eine direkte Einstellungszusage erhalten haben und solchen, die erst im Nachrückverfahren berücksichtigt worden sind, erfolgt nicht.

91 (40,3%) der Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Bewerbung zurückgezogen haben, gaben bei einer telefonischen Abfrage an, eine Ausbildung/ein Studium bei einer anderen Landespolizei, bei der Bundespolizei oder beim Zoll zu beginnen.

 

 

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