Polizeiliche Kriminalstatistik 2013 – Keine Entwarnung!

25. März 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Anlässlich der heute von Innenminister Lorenz Caffier in Schwerin veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 (PKS 2013) sieht die Gewerkschaft der Polizei (GdP) keinen Grund für eine Entwarnung. Statt dessen bestätigt die PKS einmal mehr die Befürchtungen der GdP. So ist z.B. die Entwicklung der Wohnungseinbrüche in einigen Regionen besorgniserregend.

Der Landesvorsitzende der GdP Christian Schumacher erklärte dazu: „Mit 37,8% Prozent nimmt die Diebstahlskriminalität noch immer die traurige Spitze der heute veröffentlichten polizeilichen Kriminalstatistik ein. Sorgenkind für die Gewerkschaft der Polizei ist und bleibt dabei die gestiegene Anzahl von Wohnungseinbrüchen. Diese führen zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes. Es handelt sich dabei um Eingriffe in den intimsten Bereich der Menschen. Die Wenigsten können sich vorstellen, wie es ist, morgens sein Haus zu verlassen und bei der Rückkehr festzustellen, dass eingebrochen, die Wohnung durchwühlt und Wertgegenstände gestohlen wurden.“

Auch die Entwicklung der Computerkriminalität ist mehr als besorgniserregend. Steigerungsraten von 48,6% zum Vorjahr sprechen eine deutliche Sprache. Noch bedenklicher ist allerdings, dass zugleich die ohnehin schon schlechte Aufklärungsquote noch weiter gesunken ist.

Die Gewerkschaft der Polizei stimmt mit dem Innenministerium in der Bewertung überein, dass die sinkenden Fallzahlen keinerlei Rückschlüsse auf die Belastung der Polizei zulassen.

Schumacher weiter: „Ich bin sehr froh darüber, dass das Innenministerium sich nunmehr unserer Argumentation angeschlossen hat, dass der Ermittlungsaufwand bei vielen Delikten deutlich gestiegen ist. Ein Grund ist in der Internationalisierung zu sehen.“

Die GdP erwartet jetzt zügige Reaktionen der Politik.

„Wir erneuern unsere Forderung, das Konzept – Wohnungseinbruchsdiebstahl -zügig auf das ganze Land zu übertragen. Die desolate Aufklärungsquote ist bei diesem Delikt nicht weiter hinnehmbar. Des Weiteren erwarten wir, dass bei der anstehenden Evaluation der Polizeistärke gemäß der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU die Belastung der Polizei eine qualitative Bewertung erfährt. Es kann nicht sein, dass Kriminalität vom Finanzministerium ausschließlich zur Einwohnerzahl ins Verhältnis gesetzt wird. Das ist eine Milchmädchenrechnung“, so Schumacher weiter.