„Teufelskreis“ zwischen Alkohol und Gewalt durchbrechen!

21. März 2014 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert die Bayerische Staatsregierung auf, zur Durchbrechung des „Teufelskreises“ zwischen Alkohol und Gewalt endlich ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen einzuführen. Neben der Einschränkung des nächtlichen Alkoholverkaufs sieht Landesvorsitzender Hermann Benker in einer bayernweiten Sperrzeitverlängerung eine weitere wirksame Maßnahme zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs. In diesem Zusammenhang begrüßt er die entsprechenden Äußerungen des CSU-Polizeisprechers Manfred Ländner bei der Debatte über die Kriminalstatistik 2013 im Innenausschuss des Bayerischen Landtages.

Die Kriminalstatistiken der vergangenen Jahre dokumentieren eine ständige Zunahme alkoholbedingter Gewaltdelikte Jugendlicher und Heranwachsender. Mehr als 40 % der Täter sind alkoholisiert. Bei 53 % der Straftaten von Heranwachsenden ist Alkohol im Spiel. „Dabei sind nach polizeilichen Erkenntnissen insbesondere Tankstellen zu nächtlichen „Nachschubbasen“ geworden, um sich nach Ladenschluss für das „Vorglühen“ mit ausreichend Alkohol einzudecken“, sagt Benker. „Mit Sperrzeitverlängerungen werden die alkoholbedingten Sicherheitsstörungen und Beschwerden zurückgehen.“

Die DPolG fordert neben einer Sperrzeitverlängerung bereits seit März 2008 die Einführung eines generellen Verkaufsverbots für Alkohol an Tankstellen und Kiosken zur Nachtzeit zwischen 20 und 6 Uhr. Vorbild ist Baden-Württemberg, wo eine solche Regelung schon seit 1. März 2010 gilt.

 

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