Polizeibeschäftigte erwarten deutliche Einkommensverbesserung

13. März 2014 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Vor dem Start in die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Polizei bei Bund und Kommunen am Donnerstag in Potsdam sind die Erwartungshaltungen der in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisierten Mitglieder hoch. Erste Reaktionen der Arbeitgeber deuten unterdessen auf harte Gesprächsrunden hin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte unlängst die Vorgaben der Gewerkschaften als „maßlos überzogen“ kritisiert. Die Forderungen der Arbeitnehmerseite stehen jedoch fest: Eine deutliche Einkommenssteigerung um einen Grundbetrag von 100 Euro und eine lineare Erhöhung von 3.5 Prozent.

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: „Die Beschäftigten bei der Polizei verdienen es, dass sich die solide wirtschaftliche Situation Deutschlands auch auf ihre Gehälter niederschlägt. Ihr täglicher Einsatz für die innere Sicherheit muss sich auch in der Geldbörse bemerkbar machen.“

Die GdP, so kündigte Malchow an, werde sich in den Verhandlungen nachdrücklich für eine zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Tarifabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten bei Bund und Kommunen sowie die Versorgungsempfänger einsetzen. Malchow: „Der öffentliche Dienst insgesamt leistet gute Arbeit. Wir lassen uns nicht spalten. Erst vor wenigen Tagen hat uns das Bundesverwaltungsgericht in unserer Haltung bestätigt, dass es keine Abkoppelung der Beamten von den Tarifabschlüssen geben darf“

Die öffentlichen Arbeitgeber dürfen laut Malchow nicht die Augen davor verschließen, dass die Beschäftigung im öffentlichen Dienst immer weniger attraktiv wird. Schon jetzt zeigten die rückläufigen Zahlen geeigneter Bewerbungen bei der Polizei, dass der Nachwuchs sich hin zu besseren Perspektiven in der freien Wirtschaft orientiere.

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