Bundesrechnungshof: Neues Personal für den öffentlichen Dienst wird knapper

12. März 2014 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht | Drucken

„Die Einkommensschere zwischen Privatwirtschaft und öffentlichem Dienst darf sich nicht weiter öffnen, wenn wir auf dem Arbeitsmarkt in Zukunft überhaupt noch konkurrenzfähig sein wollen.“ Das hat der dbb Bundesvorsitzende Klaus Dauderstädt in der Zeitung „Die Welt“ am 11. März 2014 deutlich gemacht. Zeitgleich hat auch der Bundesrechnungshof darauf hingewiesen, dass neues Personal für den öffentlichen Dienst knapper wird.

„Stelleneinsparungen in den Behörden lassen immer weniger Spielraum für Neueinstellungen. Gleichzeitig stellt sich für immer mehr Verwaltungen das Problem der demografischen Entwicklung. Deutlich zunehmende altersbedingte Abgänge stehen weniger Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Die „Ressource neues Personal“ wir knapper“, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung des Bundesrechnungshofes. Dabei hätten die Bürgerinnen und Bürger „ein berechtigtes Interesse daran, dass Behörden für ihre Aufgaben bestgeeignetes Personal auswählen“.

Vor diesem Hintergrund sei es vollkommen unverständlich, dass die Arbeitgeber die Forderung der Gewerkschaften vor der am 13. März beginnenden Einkommensrunde für Bund und Kommunen als „maßlos“ zurückgewiesen haben, so Dauderstädt weiter. „Im öffentlichen Dienst beträgt der Abstand zu den Einkommen der Privatwirtschaft im Schnitt zehn Prozent. Befristete Arbeitsverhältnisse und ungewollte Teilzeit nehmen zu. Unter diesen Voraussetzungen wird es immer schwieriger, junge Menschen für die Arbeit beim Staat zu gewinnen.“

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