DPolG begrüßt Forderung des Innenministers: Stellenabbau bei der Polizei muss gebremst werden

10. März 2014 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Sachsen-Anhalt | Drucken

Die DPolG Sachsen-Anhalt begrüßt Äußerungen von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU), nach denen der Stellenabbau bei der Polizei im Land gebremst werden muss. DPolG Landesvorsitzender Wolfgang Ladebeck sieht den Innenminister auf dem richtigen Weg.

Wenn jetzt keine Kehrtwende eingeschlagen wird, werden nach 2016 weniger als 6.000 Polizeivollzugsbeamte in Sachsen-Anhalt ihren Dienst verrichten.

Bis 2020 sollen laut Personalentwicklungskonzept nur noch 4.919 Polizeivollzugsbeamte vorgehalten werden.

DPolG Landesvorsitzender Wolfgang Ladebeck:

„Regierung und Parlament in Sachsen-Anhalt planen schlicht verantwortungslos, sie lassen die Menschen in den Städten und Gemeinden im Stich, kapitulieren vor der steigenden Gewalt und sparen die innere Sicherheit kaputt. Innenminister Stahlknecht ist aufgrund der personellen Situation bei der Polizei gezwungen, Veränderungen in der Organisation der Polizei vorzunehmen, sonst leidet die Handlungsfähigkeit, sagte Ladebeck.

Auch die DPolG erkennt die Notwendigkeit an, dass es aufgrund der dünnen Personaldecke bei der Polizei sofort Veränderungen in der Organisationsstruktur geben muss. Die jetzige Polizeistruktur weist inzwischen zahlreiche Schwächen auf. Optimale Polizeiarbeit ist mit dem geringer werdenden Personal nicht mehr zu bewältigen. Langfristig gefährdet die derzeitige Organisation die innere Sicherheit im Land.“

2 Kommentare
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  1. Sparzwänge liegen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Leben vor. Auch vor der Polizei machen diese nicht halt. Diese sinnvoll umzusetzen sollte Anliegen der vorgesehenen Polizeistrukturreform sein. Abzeichnen tut sich leider etwas anderes, da soll eine Einsatzstaffel mit über 100 verhältnismäßig jungen Beamten, ähnlich wie eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei unterhalten werden, die so fehlenden Beamten sollen durch Kriminalisten in den Revieren aufgefüllt werden. Der mündige Bürger wird diese Mogelpackung bald spüren, Präsenz auf der Straße stets gut – doch bitte nicht auf der Basis sinkender Aufklärung von Straftaten! Die nächste Wahl kommt bestimmt und nicht Bürger vergisst so schnell wie manch Politiker dies erhoffen kann. Die z.Bsp. Aufteilung der Pseudo – Bereitschaft auf einzelne Revierbereiche könnte schlimmeres verhindern.

  2. Sparzwänge liegen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Leben vor. Auch vor der Polizei machen diese nicht halt. Diese sinnvoll umzusetzen sollte Anliegen der vorgesehenen Polizeistrukturreform sein. Abzeichnen tut sich leider etwas anderes, da soll eine Einsatzstaffel mit über 100 verhältnismäßig jungen Beamten, ähnlich wie eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei unterhalten werden, die so fehlenden Beamten sollen durch Kriminalisten in den Revieren aufgefüllt werden. Der mündige Bürger wird diese Mogelpackung bald spüren, Präsenz auf der Straße stets gut – doch bitte nicht auf der Basis sinkender Aufklärung von Straftaten! Die nächste Wahl kommt bestimmt und der mündige Bürger vergisst nicht so schnell wie manch Politiker dies erhoffen kann. Die z.Bsp. Aufteilung der Pseudo – Bereitschaft auf einzelne Revierbereiche könnte schlimmeres verhindern.

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