Polizeiliche Kriminalstatistik verdeutlicht die Notwendigkeit des Stopps beim Personalabbau bei der Polizei

7. März 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Sachsen-Anhalt | Drucken

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter- Landesverband Sachsen- Anhalt stellt anlässlich der heutigen Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) fest, dass Sachsen- Anhalt nach wie vor eines der Länder mit der stärksten Kriminalitätsbelastung ist. Beim Personalabbau bei der Polizei in Sachsen- Anhalt muss endlich die Notbremse gezogen werden.

Die Gesamtzahl der angezeigten Straftaten 2013 im Land befindet sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem unverändert hohen Niveau. Es sei sogar ein leichter Anstieg zu verzeichnen, wobei die Eigentumskriminalität besondere Sorge bereite und die Bevölkerung zu Recht beunruhige.

Die gute Aufklärungsquote spricht dabei für den enormen Einsatz der Kollegen, welche auf Grund der Personalsituation seit Längerem am Limit arbeiten.

Unbestritten der aktuellen Notwendigkeit struktureller Änderungen bei der Polizei muss die Landesregierung die Notwendigkeit des sofortigen Endes des Personalabbaus bei der Polizei erkennen.

Entgegen den Prognosen sind bisher weder die Bevölkerungszahl noch die Kriminalitätsbelastung in dem Maße gesunken, wie der Personalabbau im Personalentwicklungskonzept (PEK) geplant und vollzogen wird.

In den gegenwärtigen Plänen zur Neustrukturierung der Polizei soll zu Recht eine Stärkung der Flächenpräsenz erreicht werden. Zur Senkung der Kriminalitätsbelastung ein erster richtiger Schritt. Dieser darf aber auf keinen Fall zu Lasten einer qualitativ und quantitativ gut aufgestellten Kripo gehen, welche einen nicht unwesentlichen Anteil an der guten Aufklärungsquote hat.

Erschwerend kommen die Überalterung der Kripo und die fehlende spezialisierte Ausbildung hinzu. Ausreichendes Personal bei der Polizei und die Verbesserung der Fachkompetenzen sind die beste Voraussetzung, um die Kriminalitätsbelastung zu senken.

 

 

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