Nächtliche „Alkohol-Nachschubbasis Tankstelle“ trocken legen!

7. Februar 2014 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hält im Hinblick auf die aktuelle Studie des Bayerischen Landeskriminalamtes, wonach immer mehr junge Menschen unter dem Einfluss von Alkohol gewalttätig werden, die Einführung eines nächtlichen Alkoholverkaufsverbots an Tankstellen als erste Sofortmaßnahme für dringend erforderlich. Landesvorsitzender Hermann Benker fragt sich, wie viele einschlägige Studien es noch braucht, bis die Bayerische Staatsregierung diesem Teufelskreis zwischen Alkohol und Gewalt durchbricht und die nächtliche „Alkohol-Nachschubbasis Tankstelle“ endlich trocken legt.

Die DPolG fordert bereits seit März 2008 die Einführung eines generellen Verkaufsverbots für Alkohol an Tankstellen und Kiosken zur Nachtzeit zwischen 20 und 6 Uhr. „In der damaligen Regierungskoalition hat die CSU für die Ablehnung dieser Forderung immer den Koalitionspartner FDP als „Buhmann“ vorgeschoben, so dass die Umsetzung nach dem Vorbild Baden-Württembergs, wo eine solche Regelung schon seit 1. März 2010 gilt, gescheitert ist. Das damalige „politische Alibi“ hat die neue Staatsregierung nun nicht mehr“, so Benker.

Nicht nur die jetzt veröffentlichte Studie, sondern auch die Kriminalstatistiken der vergangenen Jahre dokumentieren eine ständige Zunahme alkoholbedingter Gewaltdelikte Jugendlicher und Heranwachsender. Dabei sind nach polizeilichen Erkenntnissen insbesondere Tankstellen zu nächtlichen „Nachschubbasen“ geworden, um sich nach Ladenschluss für das „Vorglühen“ mit ausreichend Alkohol einzudecken. Auch die jetzt veröffentlichte Studie weist auf diesen Zusammenhang hin.

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