Zukünftige Führungskräfte der Deutschen Polizeien üben an der AKNZ für den Katastrophenfall

6. Februar 2014 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Es ist schon Tradition: Seit 2004 kommen die Studierenden der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol) aus Münster zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), um einmal im Jahr die Bewältigung von Großschadenslagen realitätsnah zu trainieren.

Christoph Unger, Präsident des BBK, betonte bei der Auftaktveranstaltung an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ), wie notwendig die Zusammenarbeit von polizeilicher und nichtpolizeilicher Gefahrenabwehr zum Schutz der Bevölkerung ist.

Trainiert werden die 117 Studentinnen und Studenten der Länderpolizeien sowie der Bundespolizei und des Bundeskriminalamts von Dozenten der DHPol, der AKNZ, verschiedener Feuerwehren, Dienststellen der Polizei und der Verwaltung. Insgesamt sind rund 170 Personen an der diesjährigen sog. Stabsrahmenübung beteiligt.

Die Studierenden mussten in verschiedenen Funktionen in Führungsstäben das ad-hoc-Szenario einer „harten Landung“ eines Verkehrsflugzeuges auf dem Flughafen Münster-Osnabrück bewältigen, bei der es „Tote“ und „Verletzte“ gab.

Nach einem Wechsel der einzelnen Führungskräfte wurde ein neues Szenario eingespielt. Diesmal handelte es sich um eine geplante Großveranstaltung in Dortmund. In deren Verlauf kam es zu einem Schadenereignis, das Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in Atem hielt. Eingespielt wurden auch fiktive Beiträge aus den Sozialen Medien, wie Facebook und Twitter. Erstmals wurde eine Übungssequenz einer Polizeiübung mit einem Simulationssystem begleitet. Damit ist u.a. die Abbildung von Kräfteverschiebungen in Echtzeit möglich, um dem übenden Stab ein möglichst wahrheitsgetreues Bild des Übungsverlaufes zu liefern.

Durch die Übung erhielten die Studierenden der Polizei einen intensiven Einblick und das notwendige Verständnis für die Zusammenarbeit aller an der Sicherheit der Bevölkerung beteiligten Behörden und Organisationen.

„Für diese seit nunmehr 11 Jahren bestehende enge Kooperation, an der über 1.300 Nachwuchsführungskräfte erfolgreich teilgenommen haben, bin ich äußerst dankbar,“ betonte der Vizepräsident der Deutschen Hochschule der Polizei, Gerd Thielmann.