Teufelskreis von Straffälligkeit und Überschuldung durchbrechen

6. Februar 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Justiz | Drucken

Justizminister Dr. Helmuth Markov besucht heute neben dem Landgericht und dem Verwaltungsgericht in Cottbus auch die „Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle Soziale Initiative Niederlausitz e.V.“ (SIN e.V.) in Cottbus.

Der Verein ist Initiator eines Projekts, das inhaftierte Menschen insbesondere im Regelinsolvenz- und Verbraucherinsolvenzverfahren berät. Dazu gehört z.B. Hilfe bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen. Darüber hinaus werden Inhaftierte bei der Regulierung von Schulden aus Straftaten und sonstigen Verbindlichkeiten beraten und unterstützt. Durch die Angebote des SIN e.V. sollen die Inhaftierten in ihren Bemühungen gefördert werden, sich von ihren Schulden auf legale Weise zu befreien.

Brandenburgs Justizminister Dr. Helmuth Markov dankte den Mitarbeitern des Vereins bei seinem heutigen Besuch in Cottbus.

„Der SIN e.V. leistet mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration nach der Haft. Das ist wichtig um Rückfällen vorzubeugen. Die Kompetenz Straffälliger im Umgang mit Geld zu fördern ist ein zentraler Bestandteil der Resozialisierungsarbeit. So kann es gelingen den Teufelskreis von Straffälligkeit und Überschuldung zu durchbrechen“

Zu einer gelungenen Entlassungsvorbereitung straffälliger Menschen gehöre neben der Sicherung des Lebensunterhalts und dem Vorhandensein einer Unterkunft auch eine geklärte Schuldensituation.

Hintergrund:

Derzeit ist der Verein in den Justizvollzugsanstalten Cottbus-Dissenchen, Luckau-Duben und Brandenburg an der Havel tätig. Durch die Angebote des SIN e.V. sollen die Inhaftierten in ihren Bemühungen gefördert werden, sich von ihren Schulden auf legale Weise zu befreien. Denn für Haftentlassene, die keinen Arbeitsplatz, aber oft eine erdrückende Schuldenlast haben, ist die legale Geldbeschaffung ein Problem und neue Straftaten sind oftmals vorprogrammiert.

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