Sicherheitswirtschaft steigert Umsatz und sucht über 10000 Arbeitskräfte

5. Februar 2014 | Themenbereich: Security | Drucken

Die Umsätze privater Sicherheitsdienstleister sind im Jahr 2013 um 3 Prozent, von 5 auf 5,15 Milliarden Euro gestiegen. Darauf wies heute in Frankfurt der Präsident des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Gregor Lehnert, hin. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Beschäftigten von 182.575 auf 185.000 (+ 1,3 %) „Diese Entwicklung unterstreicht, dass die private Sicherheitswirtschaft nach wie vor deutlich stärker wächst als die Gesamtwirtschaft“, so Lehnert.

Diese positive Entwicklung hat aber auch ihre Kehrseite. Es werde, so Lehnert, immer schwieriger, geeignetes Personal zu bekommen. Eine Umfrage des BDSW unter seinen Mitgliedsunternehmen habe ergeben, dass die 850 Mitgliedsunternehmen auf Grund der Auftragslage über 10.000 Stellen sofort besetzen könnten. Die Arbeit in der Nacht, sowie an Sonn- und Feiertagen werde als ein wichtiger Grund genannt. Aber auch die Konkurrenz durch andere Wirtschaftszweige trage zu dieser Situation bei. „Ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nach Arbeitskräften besonders groß, dann fällt es uns schwerer, geeignetes Personal zu bekommen“, sagte Lehnert.

Mit Blick auf jüngst abgeschlossene Tarifverträge für die Luftsicherheitskontrollkräfte an den Verkehrsflughäfen warnte Lehnert den Tarifpartner ver.di, „die Lohnforderungen nicht zu überziehen“. Bei völlig überzogene Forderungen von bis zu 50 Prozent komme unser Entlohnungssystem aus der Balance. Wenn Fachkräfte für Schutz und Sicherheit nach ihrer dreijährigen Berufsausbildung deutlich weniger verdienen als angelernte Luftsicherheitskontrollkräfte, dann ist dies nicht in Ordnung. „Dies kann weder im Interesse der Mitglieder von ver.di noch von uns sein“, so Lehnert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfreut zeigt sich der BDSW-Präsident bei der Pressekonferenz darüber, dass sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge für die Sicherheitswirtschaft bei ca. 1.200 pro Jahr eingependelt habe. Im vergangenen Jahr hätten nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages rund 1.200 junge Menschen eine Ausbildung in der Sicherheitswirtschaft begonnen. Inzwischen hätten über 7.000 junge Menschen die Ausbildung zur Service- bzw. Fachkraft für Schutz und Sicherheit erfolgreich abgeschlossen. „Gemeinsam mit unseren Kunden muss es uns noch besser als bisher gelingen, diesen jungen, hoch qualifizierten Sicherheitskräften eine adäquate, entsprechend bezahlte Arbeitsstelle in der Sicherheitswirtschaft zur Verfügung zu stellen. Dies ist letztlich auch im Interesse der Inneren Sicherheit in unserem Lande“, so Lehnert abschließend.