Mobil im Kampf gegen Vandalismus

5. Februar 2014 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Beschmierte Wände, eingeworfene Fensterscheiben bis hin zu zerstörten Bushaltestellen – was von einigen, zumeist jugendlichen Tätern oft noch immer als Kavaliersdelikt betrachtet wird, ist leider in vielen Städten und Gemeinden ein stetig wiederkehrendes Ärgernis, das vor allem Kosten verursacht und nicht zuletzt auch die Lebensqualität merklich einschränkt.

Gerade weil die Bekämpfung von Vandalismus und dessen Folgen teilweise einer Sisyphusaufgabe gleicht, fördert das Ministerium für Inneres und Sport auch weiterhin das Projekt Vanda-Mobil. Für die Ausstattung und den Einsatz von zwei Fahrzeugen zur landesweiten mobilen Vandalismusprävention erhält die „Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend“ in diesem Jahr 27.450 EUR.

Innenminister Lorenz Caffier, zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK), betonte die besondere Bedeutung dieses Projektes für Mecklenburg-Vorpommern und dankte den Projektverantwortlichen für ihr langjähriges Engagement: „Vandalismus ist ein Problem, dem sich gewiss die meisten Städte und Gemeinden in Deutschland stellen müssen. Die Zerstörungswut richtet sich gegen öffentliche Einrichtungen oder privates Eigentum und zeigt sich in erster Linie als Sachbeschädigung. Hinzu kommt, dass für ein Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern, welches in besonderem Maße vom Tourismus lebt, Vandalismus außerordentlich imageschädigend ist. Wir möchten, dass sich Einwohner und Gäste gleichermaßen bei uns wohl fühlen! Daher freut es mich sehr, dass dieses Projekt auch in diesem Jahr gemeinsam mit dem Ministerium für Inneres und Sport umgesetzt werden kann.“

Die Vanda-Mobile sind bereits seit 2007 an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Gemeinden und Jugendeinrichtungen unterwegs. Die Teams bestehen aus Mitarbeitern der Stiftung „Sozial-Diakonische Arbeit – Evangelische Jugend“ sowie Honorarkräften mit (sozial)pädagogischer Ausbildung. Primär geht es darum, Aufklärungsarbeit über die polizeilichen, rechtlichen, beruflichen, familiären und auch finanziellen Konsequenzen einer Sachbeschädigung zu leisten und Alternativen für eine sinnvolle Freizeitgestaltung aufzuzeigen.

Zur Unterstützung von Präventionsprojekten stellt das Ministerium für Inneres und Sport über den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr insgesamt 326.300 EUR zur Verfügung. Dadurch werden landesweit bislang über 50 Projekte gefördert.