BDK fordert Steuerehrlichkeit ein

5. Februar 2014 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Seit Beginn des doch mittlerweile regen „CD-Handels“ zwischen einigen Landesregierungen und emsigen „Datendieben“ bei Schweizer Banken geht ein Gespenst in Deutschland umher. Das böse Steuergespenst! Niemand weiß, wann es seine geheimen Daten aus jahrelanger Steuerhinterziehung in das Licht der Öffentlichkeit zerrt.

Der eine oder andere verliert dann schon die Nerven und zeigt sich selbst bei den Finanzämtern oder der Steuerfahndung an. So wie „neulich“ die Bundesverdienstkreuzträgerin Frau Alice Schwarzer.

Wenn auch die Umstände hier „anders“ sind (?), denn sie hat es einfach nur „vergessen“, dass dort noch einige ihrer Millionen auf einem Schweizer Konto herumlagen und fleißig unversteuerte Zinsen „produzierten“ („… was sie aber auch leider nicht bemerkte und was damit auch aus kriminalistischer Sicht durchaus glaubhaft klingt! Anmerkung des gutgläubigen Autors).

Bei den Herren Zumwinkel, Hoeneß und dem ehemaligen Berliner Staatssekretär Schmitz hat scheinbar die „freiwillige Offenbarung“ dagegen nicht so richtig geklappt, da sich die Justiz noch für sie interessiert, bzw. interessiert hat.

Gleichwohl scheinen noch viel zu viel unserer gutverdienenden Bundesbürger ihre Gelder im Ausland versteckt anzulegen, da sie ihren Beitrag zu unserem Sozialwesen nicht leisten wollen.

Nun ist Panik auf allen Ebenen ausgebrochen. Einige zeigen sich wie dargelegt schon aus Verzweiflung selbst an und „winseln um Mitleid“. Andere aber pokern wohl noch!

Dennoch, was ist das für ein Signal an den Bundesbürger, der jahrein-jahraus brav seine Steuern zahlt und als „deutscher Michel“ von diesen Kriminellen auch noch belächelt wird.

Denn mal ehrlich! Glaubt hier in diesem Land wirklich jemand mit gesundem Menschenverstand, dass sich Frau Schwarzer oder die Herren Hoeneß und Schmitz selbst den Steuerbehörden offenbart hätten, wäre das Steuergespenst mit der „Schweizer CD“ nicht unterwegs???????

Dennoch wird die „Dreistigkeit einiger dieser Steuerhinterzieher“ tatsächlich noch durch ihre empörten Kommentare getoppt. Aus Tätern werden dann auf einmal Opfer und der erstaunte Beobachter fühlt sich plötzlich schlecht? Denn wir „deutschen Kleingeister“ lesen ja die Produkte unserer investigativen Presse und weiden uns an dem „Elend der armen in das Licht der Öffentlichkeit gezogenen Steuersünderlein“. Solange diese Presse für diese Mitbürgerinnen und Mitbürger aber als „nützlicher Idiot“ fungierte, solange war alles in Ordnung. Ist damit aber dann plötzlich Schluss reklamiert man (Frau) für sich „Privatsphäre“. Dem SPIEGEL sei dennoch Dank, dass die Redaktion sich dort nicht hat beirren lassen und einige dieser „steuerlichen kleinen Ungereimtheiten“ an das Tageslicht brachte.

Fazit – und da hört die Polemik jetzt auch auf:

Steuerhinterzieher betrügen unser Gemeinwesen, sie tragen dazu bei, dass der Staat nicht immer seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann. Schulen, Universitäten, die Polizei und das Gesundheitswesen bräuchten dringend die zu versteuernden Zinsen aus diesen Milliarden, die umtriebige Zeitgenossen fleißig außer Landes gebracht haben. Da will ich jetzt bei den „Erwischten“ auch kein Gejammere mehr hören. Es ist vollkommen normal, dass sie ihre Steuerschulden jetzt nachzahlen. Das macht jeder ehrliche Bundesbürger Tag für Tag.

Es muss dringend ohne Wenn und Aber auf diesem Kriminalitätssektor sowohl in der Repression, als auch in der Prävention etwas geschehen. Es wird höchste Zeit, das Steuersystem und den Umgang mit potentiellen Steuerhinterziehern zu verändern. Die Vorstellungen einiger Parteien im Bundestag zur Verschärfung der Bestimmungen und zur Abstufung der Bewertung im Rahmen der Straffreiheit bei solchen „Selbstanzeigen“ deuten in die richtige Richtung.

Denn, Nachsicht ist hier künftig Fehl am Platz! Es geht um unser Gemeinwesen und dessen finanzielle Sicherung!

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.