Neue Anhaltesignale bei der Bayerischen Polizei

3. Februar 2014 | Themenbereich: Ausrüstung, Bayern, Polizei | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München neue Anhaltesignale für uniformierte Streifenfahrzeuge der Bayerischen Polizei vorgestellt. Es handelt sich dabei um ein nach vorne gerichtetes Blinklicht, der ‚rote Flash‘, und um einen speziellen Heulton, das ‚Yelp-Signal‘. „Mit den neuen Anhaltesignalen will die Polizei dem Vorausfahrenden noch eindeutiger und klarer signalisieren, dass er anhalten soll“, erläuterte Herrmann. Daher startete der Innenminister einen bayernweiten Probeversuch, um die neue Anhaltetechnik einem intensiven Praxistest zu unterziehen. Bis März 2014 werden nach und nach rund 100 neue uniformierte Streifenfahrzeuge entsprechend ausgestattet. „Wenn sich die Anhaltesignale bewähren, werden wir möglichst rasch und flächendeckend alle uniformierten Neufahrzeuge der Landespolizei damit ausrüsten“, erläuterte Herrmann. Die zusätzlichen Kosten für die neuen Anhaltesignale sind überschaubar: Für den ‚roten Flash‘ fällt nur ein geringer Aufpreis von etwas mehr als 100 Euro pro Fahrzeug an. Das Yelp-Signal kann über die Software einfach aktiviert werden.

Bislang wird bei Fahrzeugen der Bayerischen Polizei das optische Anhaltesignal ‚Stop Polizei‘ in roter Schrift genutzt, um Fahrzeugführer beispielsweise zu einer Fahrzeugkontrolle anzuhalten. Das hat sich laut Herrmann auch grundsätzlich bewährt. Es gibt jedoch Einzelfälle, in denen die Anhalteaufforderung nicht erkannt oder nicht verstanden wird. Um sich dann bemerkbar zu machen, müssen die Polizisten das Fahrzeug überholen. „Solche Überholmanöver können aber manchmal gefährlich sein“, erklärte Herrmann. „Auch zur Eigensicherung ist es für unsere Polizistinnen und Polizisten besser, das anzuhaltende Fahrzeug vor sich im unmittelbaren Blickfeld zu haben.“

Durch eine Änderung in der Straßenverkehrszulassungsordnung kann die Polizei jetzt die neuen Anhaltesignale nutzen. Dabei wird der ‚rote Flash‘ stets in Verbindung mit der Leuchtschrift ‚Stop Polizei‘ eingesetzt. Der Heulton ‚Yelp‘, der eine Klangfolge von nur wenigen Sekunden hat, ist ausschließlich für die Fälle gedacht, in denen die bisherigen Anhaltesignale keine Wirkung zeigen. „Das Yelp-Signal wird daher in der Praxis nur selten zu hören sein“, so Herrmann. „Blaulicht und ‚roter Flash‘ dürfen im Übrigen nicht gemeinsam betrieben werden, damit wir eine klare Trennung zwischen Einsatzfahrt und Fahrzeugkontrolle haben.“

Laut Herrmann wird der Fuhrpark der Bayerischen Polizei in den nächsten Jahren kräftig modernisiert. Alleine im aktuellen Doppelhaushalt werden mehr als 32 Millionen Euro für die Erneuerung des Polizei-Fuhrparks veranschlagt. Herrmann: „Im aktuellen Doppelhaushalt können wir rund 1.400 Leasingfahrzeuge durch Neuwägen ersetzen. Darüber hinaus investieren wir zusätzlich in den Kauf von 400 hochmodernen Fahrzeugen für die Bayerische Polizei.“