Mehr Polizei durch Senkung des Krankenstandes?!

31. Januar 2014 | Themenbereich: Brandenburg, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Am 30. Januar 2014 – einen Tag nach Verkündung der Erhöhung der „Zielzahl“ für den Personalabbau in der Brandenburger Polizei bis 2020 – legt die Gewerkschaft der Polizei mit ihrer Fachtagung Gesundheitsmanagement nach.

Unter der Überschrift „Gesundheit oder Wie krank sind wir“ diskutierten 60 Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Polizei des Landes Brandenburg mit Polizeiärztlichem Dienst, externen Spezialisten und Führungskräften. Aufgabe war es, Vorschläge und Forderungen für einen Weg aus der beängstigenden Situation – Krankenstand in der Polizei – zu erarbeiten.

Tag für Tag fehlen ca. 700 Kolleginnen Kollegen durch Krankheit. Diese Zahl durch Gesundheitsmanagement nachhaltig zu reduzieren, muss gemeinsame Aufgabe von Führung, Personalräten und Gewerkschaft der Polizei sein.

Im Rahmen der Fachtagung wurden 4 Themenkomplexe

  •  Betriebliches-Eingliederungs-Management oder Polizeidienstuntauglichkeit
  •  Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  •  Langzeiterkrankte und ständig steigende Fehltage und
  •  Arbeitsbedingte psychische Belastungen und Suchtgefahr

aufgegriffen, die Situation analysiert, Probleme heraus- und mögliche Lösungswege erarbeitet.

Die Lösungsvorschläge wurden dem anwesenden Innenminister, Ralf Holzschuher, vorgestellt, der in erster Reaktion darauf einging. Ursachen für Erkrankungen, die aus dem Dienst resultieren, können und sollen auch überprüft und weitestgehend beseitigt werden. Der Führung kommt dazu eine zentrale Bedeutung zu. Sachliche Kritik ist seitens des Innenministers gewünscht und sollte aus seiner Sicht durchaus auch Karriere fördernd sein.

Die Ergebnisse werden nun aufgearbeitet und bleiben im Fokus der Arbeit der Gewerkschaft der Polizei. Wir werden Innenministerium und Polizeiführung auch in dieser Frage weiter fordern.

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