DPolG stellt Anti-Gewalt-Button vor

31. Januar 2014 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz ihren Button „keine Gewalt gegen Polizisten“ vorgestellt, der an alle Einsatzkräfte verteilt wird. Nach Angaben des 1. Stv. Landesvorsitzenden Rainer Nachtigall will seine Gewerkschaft damit auf die nach wie vor erschreckend hohen Fallzahlen hinweisen. Vor dem Hinter-grund, dass bei Krawallen in Hamburg kurz vor Weihnachten 66 bayerische Polizeibeamtinnen und –beamten verletzt wurden, hat die DPolG Innenminister Herrmann aufgefordert, gravierende Mängel bei Ausrüstung und Schutzausstattung zu beseitigen.

Die Mängel- und Forderungsliste an den Minister umfasst folgende Punkte:

Kein funktionaler und dunkler Einsatzanzug!

Alle außerbayerischen Einsatzkräfte sind bereits mit dem neuen und einheitlich dunklen Einsatzanzug ausgestattet. Die dazu entwickelten Standards müssen endlich auch in Bayern umgesetzt werden. Der Austausch der antiquierten bayrischen Einsatzanzüge darf nichterst im Zusammenhang mit der Uniform-Umstellung in Bayern erfolgen!

Keine Mannausstattung mit Hörsprechgarnituren!

Die bayerischen Einsatzkräfte haben nicht genügend Hörsprechgarnituren. Diese müssen zur „Mannausstattung“ gehören, um ein Kommunikationsdesaster wie in Hamburg zu vermeiden.

 Keine Reizstoffsprühgeräte RSG 4!

Die außerbayerischen Einsatzeinheiten verfügen längst über das größere Reizstoffsprühgerät vom Typ „RSG 4“und haben damit gute Erfahrungen gemacht. Bayern kommt aus der Erprobungsphase seit Jahren nicht heraus.

Abschließend fordert Nachtigall, die beschlossene finanzielle Vorleistung des Staates für gerichtlich festgesetzte Schmerzensgeldansprüche gegen Gewalttäter endlich umzusetzen.