Ministerin besucht Justizvollzugsanstalten in Vechta

30. Januar 2014 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz hat heute die Stadt Vechta besucht, um sich dort persönlich über die Arbeit der dort ansässigen Justizvollzugsanstalten zu informieren.

Ihr erster Besuch galt der Anstalt für Jungtätervollzug, einer bundesweit einmaligen Vorzeigeeinrichtung zur Resozialisierung von größtenteils erstmalig inhaftierten jungen Erwachsenen. Die Schwerpunkte der Resozialisierungsarbeit liegen hier in der schulischen und beruflichen Aus- und Fortbildung junger Erwachsener, ihrer psychologischen und sozialpädagogischen Behandlung sowie ihrer intensiven Entlassungsvorbereitung.

Niewisch-Lennartz: „ Die verstärkten Bemühungen der Resozialisierung von jungen Erwachsenen und ihre zukünftige Integration in ein Berufsleben nach der Haft ist ein wichtiger Baustein zur Verhinderung weiterer Straftaten. Mich hat hier besonders das persönliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugt.“

Im Anschluss wurde Niewisch-Lennartz vom Bürgermeister Helmut Gels im Rathaus der Stadt Vechta in Empfang genommen. Die Ministerin trug sich dort in das goldene Buch der Stadt ein.

Niewisch-Lennartz: „Ich freue mich, dass die Stadt Vechta so eng und vertrauensvoll mit den hier ansässigen Justizvollzugsanstalten zusammenarbeitet. Die Niedersächsische Justiz kann sich glücklich schätzen, mit der Stadt Vechta einen so zuverlässigen Partner an seiner Seite zu haben.“

Die Ministerin setzte ihren Besuch in der Justizvollzugsanstalt für Frauen fort. Der Frauenvollzug nimmt in Niedersachsen einen Anteil von 5 % ein. Die Anstalt in Vechta ist mit ihren vier Standorten verantwortlich für weibliche Jugendliche, Heranwachsende, Jungtäterinnen und Erwachsene in Untersuchungs- und Jugend- bzw. Strafhaft. Sie verfügt insbesondere über eine Mutter-Kind-Unterbringung im geschlossenen wie im offenen Bereich und über eine Sozialtherapeutische Abteilung.

Niewisch-Lennartz: „Der Frauenvollzug Vechta ist ein richtungsweisender und bundesweit vorbildlicher Leuchtturm. Die hier praktizierte durchgängige Behandlung, die intensive Betreuung und das individuelle Übergangsmanagement zur Vorbereitung der Frauen auf ihre Zeit nach der Haft sind Eckpfeiler eines frauenspezifischen Vollzuges.“