Neue Amtsperiode für Schöffen gestartet

28. Januar 2014 | Themenbereich: Justiz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Justizministerin Uta-Maria Kuder hat im Landgericht Schwerin 27 neue Schöffen begrüßt: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum rechtlichen Frieden im Land“

„Schöffe zu sein ist eines der verantwortungsvollsten Ehrenämter überhaupt. Schöffen festigen einen Grundpfeiler unserer Gesellschaft und sind der Garant dafür, dass unsere Strafjustiz die Urteile nicht nur im Namen des Volkes, sondern auch durch das Volk spricht. So steht es im Verfassungssatz „Alle Macht geht vom Volke aus“. Schöffen leben so direkte Demokratie und sind auch Teil demokratischer Kontrolle“, sagte Justizministerin Kuder vor 27 neuen Schöffen in Schwerin.

„Alle Schöffenämter in der ordentlichen Gerichtsbarkeit sind besetzt. Vor den Schöffen steht eine spannende Aufgabe. Sie unterstützen die Berufsrichter bei der gemeinsamen Urteilsfindung. Als Nichtjurist zählt dabei hauptsächlich der gesunde Menschenverstand. Die Gesellschaft und vor allem die Opfer von Straftaten brauchen Gewissheit, dass alle Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt und dass Unschuldige frei gesprochen werden. Schöffen leisten einen wichtigen Beitrag zum rechtlichen Frieden in unserem Land und sie helfen mit, dass Urteile nachvollziehbar und für jeden sowohl plausibel, als auch verständlich erscheinen“, so die Ministerin. Sie übergab am Landgericht Schwerin an Schöffen die Neuauflage der „Schöffenfibel“, die an alle Gerichte verschickt wird.

Information:

Für die Amtsperiode 2014 bis 2018 sind in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1.623 Schöffen ernannt worden. Jeder Dritte davon im Landgerichtsbezirk Schwerin. Gleichberechtigt und zusammen mit den Berufsrichtern urteilen die Schöffen in Schöffengerichten, Strafkammern, Jugendschöffengerichten und Jugendkammern über das Schicksal von Angeklagten im Strafprozess.