Bericht des Wehrbeauftragten steht in krassem Widerspruch zu von der Leyens Ausbau-Plänen

28. Januar 2014 | Themenbereich: BundeswehrVerband, Interessenvertretungen | Drucken

„Der Bericht des Wehrbeauftragten für das Jahr 2013 ist ein weiter Beleg dafür, dass die Auslandseinsätze der Bundeswehr und der Umbau zur Einsatzarmee Ursache für den dramatischen Anstieg der Unzufriedenheit unter den Soldatinnen und Soldaten und ihrer Familien sind“, so Christine Buchholz, verteidigungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Jahresberichts des Bundeswehrbeauftragten Königshaus. Der Wehrbeauftragte zeichnet ein düsteres Bild vom Zustand der Truppe. Große Sorgen belasten die rund 184.000 Männer und Frauen in der Bundeswehr, viele sind verunsichert. Buchholz weiter:

„Wenn Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen die Ausweitung der Auslandseinsätze fordert, steht das im krassen Widerspruch zur Kernaussage des Berichtes. Sie ignoriert die Sorgen und Nöte der Soldatinnen und Soldaten und lässt sie weiter den Preis für den Umbau der Bundeswehr zu einer weltweit agierenden Einsatzarmee bezahlen.

DIE LINKE tritt auch weiterhin für das Ende von Auslandseinsätzen der Bundeswehr ein. Ein Einsatz gegen rechtsextremistische Vorfälle, sexuelle Übergriffe und die Behandlung der gestiegenen psychischen Erkrankungen wäre deutlich sinnvoller.“